
Bleech 9:3
Wie aus einer Zeitmaschine geschleudert, schlagen Bleech 9:3 vergangenes Jahr im Untergrund der irischen Musikszene auf. Niemand kannte die vier Dubliner – und doch weckt ihr Sound bei jedem Erinnerungen, die zunächst kaum zu verorten sind. Wer weiter zuhört, merkt schnell: hier schimmern Momente von Nirvana durch, dort ist diese rohe, abgefuckte Energie aus den frühen 90ern spürbar und da hinten wird der Alternative Rock der 2000er mit großem Weltschmerz wiederbelebt. Soundgarden, Pearl Jam, Radiohead - alles klar, die Einflüsse sind abgesteckt. Doch was Bleech 9:3 daraus hochziehen und realisieren, ist kein bloßes Revival. In Songs wie der Debüt-Single „Ceiling“ (2025) oder „Cannonball“ (2026) kommen Anleihen von Noise Rock und dem lyrischen Crossover eines Jacoby Shaddix nebst moderner Produktion zusammen, was dem stilistischen Gesamtbild eine zeitgemäße, unverbrauchte Signatur verpasst. Die Debüt-EP „Bleech 9:3“ (2026) frisch abgemischt im Sack, dürfen wir die vier Iren schon im September für ihren ersten Deutschland-Gig und die amtliche Reeperbahn-Premiere in Hamburg begrüßen. Bei uns habt ihr sie dann vor allen anderen gesehen.

