
boipepperoni
Pop Rap aus Estland dürfte selbst den Heads des Genres hierzulande nur selten unterkommen. Dabei fügt sich Boipepperoni mit seinem eklektischen Soundbastard aus Hip-Hop, EDM, R&B und Future Garage zweifellos perfekt in den aktuellen Hype um tanzbaren Rap nebst House- und Techno-Beats ein. Der gut gelaunte Tausendsassa probt mit Bangern wie „muusika“ oder „armastatud“ (2024) schon seit ein paar Jahren den zappelnden Aufstand auf dem Dancefloor und verbindet treibende Beats mit Sprechgesang im besten Sinne, lässt aber auch Gitarrensoli, Drum&Bass oder 80s-Synthesizer in seine Produktionen einfließen. Nichts muss hier, aber alles geht und vieles soll. Vor allem die Leidenschaft für rhythmische Bewegung, für bedingungslose Party-Atmosphäre, bei der ebenso die eine oder andere Träne fließen darf, dringen hier als Sound-Maximen in den Vordergrund. Dem Debütalbum „qqndqlt“ (2023) kommt in Estland mittlerweile schon Kultstatus zu, während der Hype hierzulande bislang aus unerfindlichen Gründen noch ausgeblieben ist. Vielleicht sind die Crowds noch nicht bereit dafür? Mit dem Nachfolger „emotsionaalne elektronmuusika“ (2024) und frischen Tracks á la „do it now“ (2026) dürfte dem allerdings spätestens nach seinem Gig bei uns nichts mehr im Wege stehen. Abschnallen und abgehen lautet die Devise.

