Portrait Bruchbude
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Bruch­bu­de

Concert
LocationSpielbude XL
Concert
Indie
Pop
DE
Dieser Termin liegt in der Vergangenheit
Präsentiert von:

Hinschauen, wenn es weh tut; das Blatt vor dem Mund zerreißen, wenn es notwendig ist; sagen, was ist: Bruchbude machen unabhängige Mucke mit Haltung, aber ohne Kitsch und Kladderadatsch. Der Fünfer verwandelt Beobachtungen zum bundesdeutschen status quo in Ohrwürmer, die zu Tränen rühren oder einen Tag am Badesee begleiten können – je nach Stimmung eben. Clevere Texte mit doppeltem Boden verlegt die Band unter Dialogen von jangly Gitarren und zielsicherem Einsatz diverser Synthesizer, denen Gänsehautschauer im Sekundentakt gelingen. Studioarbeiten wie „KIOSK“ (2023) oder „Eigentlich perfekt“ (2025) bieten dabei nicht nur feinstes Songwriting zwischen Indie-Rock, Dance-Punk und prägnanten Singalong-Hooks – wer genau hinhört, bekommt auch mehr als genug Material zum Nachdenken. So konfrontieren Songs wie „Keine Liebe für Nazis“ oder „Italien“ (2026) diverse Fragestellungen und Probleme der Gegenwart, die unangenehmer Antworten bedürfen. Nicht nur originelle Referenzen von den Ärzten bis Haller schwingen da mit. Der Band gelingt auch ein Spagat zwischen unwahrscheinlich tanzbarem Songwriting und sozialkritischem Kommentar, ohne dabei einerseits oberflächlich zu wirken oder andererseits den Finger zu erheben. Auf dem neuen Album „Wer nichts hat, kann nichts verlieren“ (2026) demonstrieren sie erneut, wie souverän sie diesen Flex auf die Matte bringen.

Bildcredit: Christoph Städtler / Runa Wien
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