
Ciska Ciska
Schon mit ihrer ersten Single „Biotope“ (2025) kann Ciska Dhaenens letztes Jahr den Musikuntergrund im belgischen Gent rauschartig von sich überzeugen. Zart und fragil, emotional aber ungemein eindringlich spielt sich die junge Singer-Songwriterin mit Gitarre, Piano und Stimme in die Herzen eines Publikums, das seitdem stetig wächst. Auf der Debüt-EP „Angel“ (2026) beschwört sie in reduzierten Kompositionen Gefühle von Verlust und Zerbrechlichkeit, aber auch von einer merkwürdigen Entrückung und Verträumtheit, die trotz ihrer Melancholie tatsächlich Trost zu spenden vermag. Indie und Americana, minimalistischer Folk und Reminiszenzen an Adrianne Lenker oder Julia Jacklin verschwimmen hier zu audiopoetischen Songs, die in Klangfarben und Texten eine andere Welt aufschlüsseln. In ihr sind Liebe und Mitgefühl keine Floskeln, sondern essenzielle Bedingungen menschlichen Daseins – auf einer intimen Ebene genauso wie auf einer gesellschaftlichen. Die ebenfalls dieses Jahr veröffentlichte EP „Utopia“ (2026) beweist eindrücklich, dass Ciska Ciska mit solchen Zutaten ihren Sound erst gefunden, dann stilbewusst erweitert hat – und ihn in voller Blüte bei uns im September präsentieren wird.

