
HEADJET
In der pulsierenden Clubszene Berlins wurden sie geboren und geprägt, befeuert durch die ekstatischen Schreie ihres Publikums. Headjet sind das, was während der 90er als Bandsensation gefeiert und beworben wurde. Vielleicht ist das heute nicht anders, wenn vier Typen mit dem stilsicheren Bravado einer blutjungen Indie-Kombo aus den Garagen der Hauptstadt die ganz großen Bühnen der Republik entert. Der Sound ist es aber definitiv: ein stilsicheres Resultat aus Blut, Schweiß und Tränen wohlgemerkt. Lieder wie „Rücken an der Wand“ (2024) mit seinen groovenden Singalong-Hooks oder das herrlich sarkastische „Wehrpflicht“ (2026) klingen zurückgelehnt und doch hellwach, sind durch und durch Indie-Rock im besten Sinne des Wortes. Deutsche Texte mit Haltung, authentisch geschrieben und vertont, ein bisschen Funk, eine Portion Liedermacher-Poesie mit sozialkritischem Einschlag – Headjet kennen sämtliche Zutaten für handgemachtes Liedgut, das sich auf den Festivalbühnen der Republik ebenso gut macht wie in einer Berliner U-Bahn-Station. Wichtig ist unterm Strich: es muss scheppern, und zwar in der Birne ebenso wie im Bauch. Und das tut es. Im September dann wieder in alter Frische bei uns in Hamburg.

