Portrait HEADSEND
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HEADSEND

Concert
LocationMolotow
LocationMolotow Top Ten Bar
Concert
Rock
AU
Dieser Termin liegt in der Vergangenheit

Dank einer durchdringenden Bühnenpräsenz müssen Headsend nicht nur keinen Vergleich mit den unsterblichen Grunge-Legenden der 90er scheuen – sie setzen auch neue Standards für das, was damals das Genre groß gemacht hat. Im Studio wie auf der Bühne. Eine gewisse anarchische Grundhaltung zu Komposition und Produktion steht da im Vordergrund, natürlich. Aber auch lustvolle Distortions, die Stück für Stück durch klagende Melodien sägen wie der Duft einer verflossenen Liebe durch Erinnerungen des Verlustes. Dazu ein Bass, der verspielt dahin groovt und ein Schlagwerk, das derart präzise malträtiert wird, dass auch ein Dave Grohl hier nichts zu meckern hätte. Songs vom Kaliber „Stove“ oder „Chugg“ (2025) sind dementsprechend der letzte noch nötige Beleg dafür, dass Headsend eine neue Kraft im zeitgenössischen Alternative-Bereich darstellen, mit der vermutlich nur die wenigsten gerechnet haben. Die Debüt-EP „Angel Glands“ (2026) richtet Anfang des Jahres selbst die größten Kritiker auditiv neu aus, pustet mit roher Energie sämtliche Trommelfelle frei und macht ein für alle Mal klar: das Grunge-Revival ist real, es ist hier und angesichts des Zeitgeistes auch kein bisschen zu früh. Dringende Empfehlung.

 

Bildcredit: Maclay Heriot
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