Portrait JBS
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JBS

Concert
LocationSpielbudenplatz / N-Joy Reeperbus
Concert
Pop
DE
Dieser Termin liegt in der Vergangenheit

Über vier Millionen monatliche Hörer*innen auf Spotify sprechen für sich: Singer-Songwriter und Producer JBS ist unlängst zu einer der relevantesten Stimmen der deutschen Poplandschaft avanciert - und im doppelten Sinne zu einer der stärksten. JBS’ einzigartig kraftvolles, unwirklich raues Organ gleicht einer Wunderwaffe, die - und das im selben Moment - Wände zu durchbre-chen, Herzen zu zerreißen und Räume mit Wärme zu fluten weiß. Mal mutet diese Stimme en-ergetisch, mal erschöpft, mal tonnenschwer, mal federleicht, mal klagend, mal empowernd an - weil sie stets unmittelbar und wortgewaltig transportiert, was JBS im Innersten bewegt. Obwohl gerade einmal zwanzig Jahre alt, beweist er in seinen melancholisch-melodischen Songs und den dazugehörigen Lyrics eine erstaunlich hohe Reflexionsgabe. JBS formuliert poetisch und in wenigen Worten, was hunderttausende Angehörige seiner Generation fühlen, aber kaum auf den Punkt bringen könnten. Freimütig spiegelt er seine wirbelnden Gedankenkreise, das Chaos und den Krach in seinem Kopf, seine Zweifel, seine Sehnsüchte; offenherzig spricht er wieder und wieder über die eigene Orientierungslosigkeit in einer reizüberflutenden Welt, über Einsam-und Zweisamkeit, über seinen rasenden Puls, auch über den hoffnungsstiftenden Anker in sei-nem Leben: Die Musik. Sie begleitet JBS - bürgerlich Jan Bennet Schemmer - seitdem er denken kann. 2005 im nord-rheinwestfälischen Ibbenbüren geboren, spielt er schon im Alter von fünf Jahren Gitarre. Ein paar Jahre später wird er in einer Schülerband aktiv, als Teenager produziert er seine ersten Electro- und Trap-Beats, in den Corona-Jahren veröffentlicht er ein Rap-Album. In der Folgezeit schraubt JBS wie ein Besessener im Keller seines Elternhauses an Musik. Als er über das In-ternet MilleniumKid und nasskalt. kennenlernt und als Sänger aktiv wird, wächst endgültig eine Vision vom eigenen Stil. Im Team mit MilleniumKid veröffentlicht JBS bald im Zwei-Wochen Rhythmus neue Singles - und schon nach kürzester Zeit den ersten absoluten Hit. Mit dem Er-scheinen vom bald im neunstelligen Bereich gestreamten Stück „Unendlichkeit“ im Januar 2023 ändert sich JBS’ Leben abrupt. Plötzlich ist sein Name in aller Munde, während er in der Schule sitzt, klingeln Labels bei ihm Sturm. Als JBS wenige Wochen später beschließt, sich voll auf die Musik zu konzentrieren und das Projekt Abitur abzubrechen, geht mit „Vielleicht Vielleicht“ schon das nächste Release durch’s Dach - knapp drei Jahre später hat dieser Song weit mehr als einhundert Millionen Streams eingespielt. Während JBS’ Stimme nun immer häufiger im Radio zu hören ist und sein Gesicht erste Playlis-ten- Cover ziert, veröffentlicht er kontinuierlich weitere Musik. 2024 spielt er eine binnen weniger Tage ausverkaufte Tour mit MilleniumKid, außerdem kollaboriert er mit Bausa und FiNCH. Mit ersterem tritt er erstmals bei Unreleased Berlin auf, zweiteren begleitet er auf mehrere XXL-Open- Airs. 2025 erscheint mit der achtgliedrigen „Outrun EP“, die unter anderem gefeierte Stü-cke à la „Wieso jetzt?“ oder „Zuhaus // Daheim“ enthält und anschließend auch in einer Band-version released wird, das erste offizielle Großprojekt in JBS’ Karriere. Auf seine erste Solo Tournee folgt der „Vielleicht Vielleicht (Holy Priest & elMefti Remix)“, zwischen Festivalbühnen und Session-Camps geht JBS Doppelgold in Deutschland und der Schweiz und Doppelplatin in Österreich. Als „Vielleicht Vielleicht“ Ende 2025 für die 1LIVE Krone nominiert wird und akusti-sche Christmas-Sessions mit Band und Bekkaa-Feature das Licht der Welt erblicken, arbeitet er längst intensiv an seinem Debütalbum „ZWEITAUSENDFÜNF“. Der Hinweis auf sein Geburtsjahr im Albumtitel deutet bereits an, dass sich JBS auf der LP per-sönlicher denn je präsentiert. „ZWEITAUSENDFÜNF“ ist ein Abbild der letzten drei, maximal turbulenten Jahre in seinem Leben - mit klarem Fokus auf deren Schattenseiten. JBS erzählt von schlechtem Schlaf und „Angst“ in der „Zelle der Verzweiflung“; von Einsamkeit in Hotelzim-mern, von Stimmen im Kopf, die Konzerte spielen, von bleierner Einsamkeit nach Trennung und Verlust. „ZWEITAUSENDFÜNF“ ist ein Album über - das bewies bereits die erste Auskopplung der Kampagne „Nur bei dir“ - JBS’ Verhältnis zu sich selbst, ein Blick in den „Spiegel“. Es ist ihm gelungen, innerer Leere und äußerer Reizüberflutung, seelische Tiefpunkte, mutmachende Ap-pelle an das eigene Selbst und Fluchtphantasien auf einen anderen „Stern“ authentisch zu bün-deln. Dass „ZWEITAUSENDFÜNF“ auf emotionaler und biografischer Ebene tiefer geht als alle bisherigen Songs in JBS’ Diskografie macht schon das episch nachhallende, in Phasen be-wusst hektisch gehaltene Intro „Orkan“ deutlich. Das eisige „Manchmal“, das den einzigen, von Karina Rose eingesungenen Gastpart des Al-bums enthält, unterstreicht, was JBS in den letzten Monaten besonders beschäftigt hat: Eine in die Brüche gegangene Beziehung - und das „Vermissen“ der selbigen. JBS’ Nostalgie - diese Sehnsucht nach der gemeinsamen Zeit - bricht sich in verschiedenen Songs immer wieder Bahnen. Da wäre das schwerfällige, gespenstisch-bleierne, in grobe Gitarren gehüllte und doch sanft endende „Liebeslied“ - oder das dramatische „Du fehlst“. Demgegenüber steht beispiels-weise das umarmende „Gegend“, das Heimat- und Aufbruch-Song zugleich ist. Darin beschreibt JBS den Wunsch nach einem Kulissenwechsel, den er vor einiger Zeit tatsächlich vollzogen hat: Er hat acht Monate in Dresden gelebt, kehrte anschließend aber in seine Heimat-Kleinstadt Ibbenbüren zurück. „ZWEITAUSENDFÜNF“ durchläuft über sechzehn Anspielstationen hinweg sowohl inhaltlich als auch musikalische verschiedenste Phasen. Dieses Album fliegt und fällt, lässt „Gewitter“ in Sonnenstrahlen und Realismus auf Poesie crashen. Überladene, stampfende, gelegentlich von Störgeräuschen gesäumte Soundbilder treffen auf harmonisch-wolkige oder akustische Momen-te; NNDW-esker Synthpop verschmilzt mit Indie-Rock, Techno-Referenzen, Afro-Trap-Rhyth-men und EDM-Drops. Neben JBS haben mit Tillmann Loch, Lyfrix, Schiggi, Kolli, Rar, Lukas Menzinger, Luuk, Alex Isaac, Stepan und Metin Han zehn weitere Producer an „ZWEITAU-SENDFÜNF“ mitgewirkt. Zusammengehalten wird die Platte also in erster Linie von JBS’ flexibel und mutig eingesetzter Stimme - spätestens jetzt dürfte auch der Letzte verstehen, warum sie im doppelten Sinne zu einer der relevantesten und stärksten in der modernen deutschen Musik-landschaft zählt. 

Bildcredit: Lukas Menzinger
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