
LudoWic
Vom Heute Richtung Vergangenheit und anschließend direkt zurück in die Zukunft: Kaum ein Produzent der europäischen Musiklandschaft konnte über die letzten zehn Jahre den durchdringenden Sound analoger Synthesizer mit modernster Genre-Typologie zwischen IDM, Minimal Techno, Electro House, Video Game Music und Ambient derart virtuos verbinden wie Matheus Lodewijk aka LudoWic. Der Limburger zelebriert bereits auf dem Debüt „A Blinding Light Moment“ (2015) schattierte Klangfarben in Symbiose mit organischen Beats und schafft damit eine echte Perle zeitgenössischer elektronischer Musik, die bis heute nur den wenigsten bekannt ist. Die stilistische Vielfalt entwickelt er von da an konsequent weiter, jenseits aller Trends. In Kooperation mit Bill Kiley bringt er etwa den furiosen Soundtrack zu „Katana ZERO“ (2019) raus, wendet sich auf „Linescapes“ (2023) sakralen Drone-Wänden zu und zeichnet auf „Super8 Memory“ (2024) minimalistische Soundscapes aus Prog Electronics und kammerorchestralen Arrangements in zarten Grautönen. Zwischenzeitig legt er sich noch ein Trautonium zu, den 1930 entwickelten Vorläufer aller heutigen Synthesizer, und meistert es wie kaum jemand sonst auf dem Planeten. Futurismus und Nostalgie, Experiment und Konzeption verschmelzen bei LudoWic zu cineastischen Klangwelten, die er in seinen Live Shows beschwört wie ein Magier aus einer anderen Zeit.
