
LUIZA
Eigentlich wollte sie nur zwei Freund*innen helfen, die an ihrer Debüt-EP arbeiten. Über einem Reggae-Riddim nimmt Luiza also ein paar Zeilen auf, besingt die Liebe zur Natur, schwärmt von Füßen im Wasser und dem Kopf in Flammen. „Soleil Bleu“ (2025) heißt das Ding und avanciert prompt zum viralen Sommer-Hit des Jahres in der frankophonen Welt. Zig Millionen Streams später wird die Bedroom-Producerin und quirlige Sängerin unverhofft ein Star in den Socials, der vom Frühstücksfernsehen bis zu den größten Festivalbühnen ganz Frankreich entzückt. Angefangen hat sie als Tochter eines französischen Jazz-Bassisten und einer brasilianischen Tänzerin. Sie besucht die Musikhochschule in Rennes, landet auf der Insel La Réunion im Indischen Ozean, wird Dokumentar-Fotografin und zieht schließlich nach Paris in ein besetztes Haus. Als Weltenbummlerin in der Aufnahme und Verarbeitung multikultureller Einflüsse geschult, beherrscht sie das Spiel mit Chansons ebenso wie mit Electro-Beats, den entspannten Duktus eines Dub-Tracks ebenso wie treibende Cumbia-Rhythmen. Auch die neuen Singles wie das Carbonne-Feature „Etincelles“ (2025) oder der verträumte Sommerabend-Soundtrack „Jet Lag“(2026) weisen Luiza erwartungsgemäß als hochbegabte Performerin aus, die wie eine Mischung aus Manu Chao und Pipi Langstrumpf im Abendrot tanzt.

