
Marketplace
Sieben Jahre hat es gedauert, bis Marketplace ihr Debüt „Marketplace Have Made An EP“ (2024) veröffentlichen. Auch der Bandname wurde augenzwinkernd daraus abgeleitet – schließlich warten Fans des Quintetts nun schon eine gefühlte Ewigkeit, werden aber dafür mit unbezahlbar guten Indie-Pop-Ohrwürmern jenseits aller KI-Slops belohnt. Wie der spontan in Jams realisierte Soundtrack für ein Coming-Of-Age-Drama in den neuen Zwanzigern kommen Songs á la „Edroom“ (2024) oder „Reddit Man“ (2025) daher. Tanzbare Rhythmen, infektiöse Hooks und die in Sepia getauchten Vocals erinnern nicht selten an Flock Of Seagulls oder Pulp, wirken aber auch geprägt durch aktuelle Projekte wie Alvvays und Pale Waves. Das Material wird in bester DIY-Manier geschrieben und anschließend im Live-Kontext erprobt, bevor es in den eigentlichen Aufnahmeprozess geht. So reifen die Songs von Marketplace über unterschiedliche Zeiträume und fallen nicht nur unter das Register von wunderbar liebevollem Indie-Pop, sondern klingen durch das Finetuning on stage auch so ehrlich und authentisch wie heutzutage sonst kaum etwas. Mit ihrer jüngsten EP „Marketplace Mean Business“ (2025) und frischen Singles wie „Jennifer Said“ (2026) kommen sie im September für ihren ersten Deutschland-Gig zu uns nach Hamburg.

