
Moritz Simon Geist
Mit seiner spekulativen Maschinenkunst hat Moritz Simon Geist nichts geringeres geplant, als die Zukunft elektronischer Musik zu erfinden. Seines Zeichens Ingenieur und Produzent, nähert er sich abstrakter Klangerzeugung aus technischer Perspektive, nutzt Robotik und Algorithmen für seine Tracks und haucht der kühlen Halbleiter-Logik echtes, menschliches Leben ein. Schon das Debütalbum „Robotic Electronic Music“ (2018) erregt vor ein paar Jahren internationales Aufsehen und katapultiert den Soundtüftler ins Rampenlicht namhafter Venues und Veranstaltungen wie der Biennale von Venedig, South By Southwest oder der Elbphilharmonie in Hamburg. Kooperationen mit renommierten Acts wie Mouse On Mars, Robert Lippok und ÄTNA folgen und beweisen, dass seine im Kern experimentelle Annäherung an Klangsynthese auch im popkulturellen Kontext funktioniert. Nominierungen und Awards hagelt es über die Jahre viele, doch das ist dem Geist dieser Musik weniger wichtig. Was zählt, ist die Realisierung neuer Soundscapes aus verschiedenen Vektoren zwischen Mensch und Maschine, wie er sie auf dem jüngsten Album „Don't Look At Me“ (2026) kongenial umzusetzen versteht.

