
néomí
Geschichten sind da, um in ihnen bestenfalls so etwas wie Hoffnung oder Inspiration, eine neue Perspektive oder einen unerwarteten Gedanken zu finden. Die niederländisch-surinamische Künstlerin néomi hat das schon früh verstanden und bringt in ihren Songs sowohl hoffnungsvolle Perspektiven als auch inspirierende Gedanken mit dem poetischen Gewicht einer alten Seele zum Ausdruck. Da verschwimmen die rebellischen Folksongs der späten 60er mit der dichten Atmosphäre zeitgenössischer Singer-Songwriter wie Justin Vernon oder Ben Howard, während néomi keinerlei Scheu zeigt die Realitäten der Gegenwart zu benennen und zu vertonen – ob auf ihren brillanten ersten EPs oder ihren ungemein anrührenden Konzerten. Spätestens mit dem ersten Studioalbum „Somebody's Daughter“ (2024) erregt sie damit auch außerhalb ihrer Wahlheimat Amsterdam Aufmerksamkeit. Musikalisch ebenso schwerelos wie melancholisch, finden bei der introspektiven Poetin Coming-Of-Age-Themen inklusive all ihrer Paradoxie in Songs wie „Another Year Will Pass“ oder „Trigger“ (2025) Raum, um mal biografisch, mal aber auch ganz universell und existenziell verhandelt zu werden. So hat néomi mittlerweile hierzulande eine ähnlich wachsende Fanbase gewonnen, die nach ihrem Gig bei uns im September neue Mitglieder zählen wird – da sind wir uns ganz sicher.

