
Nia Smith
Kaum hat Nia Smith ihre Debüt-EP veröffentlicht, prophezeien ihr namhafte Publikationen wie Rolling Stone oder BBC Radio 1 eine glänzende Zukunft und prägende Position im britischen Neo-Soul der nächsten Jahre. Und wer „Give Up The Fear (+3)“ (2025) aufmerksam hört, versteht schnell warum. Die aus dem pulsierenden melting pot Südlondons stammende Sängerin vereint die Sinnlichkeit der großen R&B-Granden der 1990er mit zeitgemäßen Produktionsmitteln, aber auch zarten Nuancen von Jazz oder nigerianischem Alté und anderen modernen Afrofusionen. Die Inspirationen sind klar: von Amy Winehouse und Lauryn Hill bis Aretha Franklin und Adele vereint Nia Smith das Beste aus Vergangenheit und Gegenwart, um zeitgenössischen Soul mit maximal emotionalem Impact zu entwerfen. Klar ist aber auch, dass die klassisch trainierte Pianistin ihr originelles Songwriting aus eigenen Erfahrungen als schwarze Künstlerin ableitet und diese auf ihrer neuen EP „Payback Is A Dog“ (2026) kongenial zu kanalisieren weiß. Die Prognosen sind also bestens gealtert: Einer Verjüngung des zeitgenössischen Soul-Sounds steht mit dieser Frau tatsächlich nichts mehr im Weg.

