
Sassy 009
Ein Trip durch den digitalen Dschungel der Postmoderne, ein wagemutiger Sound-Cocktail am Puls der Zeit und vielleicht deine neue Lieblingskünstlerin? Das Zeug für alles davon bringt Sunniva Lindgård jedenfalls mit. Die norwegische DIY-Producerin fasziniert vor fünf Jahren mit dem Debüt-Mixtape „Heart Ego“ (2021) Presse und Publikum gleichermaßen und schraubt quasi im Vorbeigehen einen ungemein stilsicheren Blend aus Electropop und Drum and Bass, Alternative R&B und futuristischen Synthesizern zusammen. Bis heute klingen Tracks wie „Here Comes The Weekend“ oder „Mystery Boy“ absolut frisch und unverbraucht, zeigen aber auch warum Sassy 009 schon damals eine Ikone in the making war und das bis heute geblieben ist – im Spannungsfeld von Underground und Mainstream-Erfolg. Wer es nicht glaubt, sollte dem diesjährigen ersten Album „Dreamer+“ (2026) mehr als nur ein Ohr, mehr als nur einen Turn leihen. Die Songwriterin und Klangtüftlerin zieht hier einen hazy Club-Pop hoch, der vertrackte Texturen und eine bis zum Siedepunkt hochgedrehte emotionale Temperatur zu einer ausgeprägten Traumlogik vereint. Von der ersten bis zur letzten Sekunde bleibt dieser Sound dementsprechend unberechenbar, aber in seinem unwiderstehlichen Flowstate trotzdem konsistent und makellos produziert. Kein Hype nötig: hier kommt das nächste Ausnahmetalent aus dem hohen Norden.
