
Satero
Mit unnachgiebiger Beharrlichkeit und Kreativität droppt Nick Pugh seit Jahren Singles wie „Dunkle Stadt“ (2023) oder „Blutmond“ (2024) und trifft jedes mal aufs Neue den sweet spot zwischen Pop, Rap und souliger Soundmalerei. Auf einschlägigen Plattformen kann er damit als Satero bis heute hunderttausende Streams verbuchen und gewinnt eine treue Fanbase, die sich auf den Konzerten des Nachwuchs-Songwriters immer wieder die Augen reiben muss. So viel Talent in so jungen Jahren – und das nicht nur als Komponist und Sänger? Auch die Instrumentierung und Produktion übernimmt der DIY-Musiker schließlich selbst, behält die Kontrolle über Inspiration und Eigenständigkeit, über das, was die eigene künstlerische Entwicklung betrifft. Im breitenwirksamen Mainstream kennt ihn da immer noch kaum jemand. Jüngere Releases wie „Stille“ (2025) oder das kürzlich veröffentlichte „Egal wie spät“ (2026) setzen zwischenzeitig auf ausgeprägt cineastische Arrangements, ätherische Vocals und wohldosierte Melancholie, die in vielen Momenten geradezu meditativ wirkt. Bereit für eine erste EP ist Satero nun allemal, aber zu seinen Konditionen. Das imponiert. Beruhigend also, dass es in Zeiten von KI-Slop und kommerziell kuratierten Playlisten immer noch autarke Kunst von Köpfen dieses Formats gibt.

