
Skepsiz
Da brodelt etwas im Deutschrap-Untergrund. Zwischen schimmerndem Y2K-House mit Ibiza-Flair, biografisch geprägten Autotune-Raps und einem unerschöpflichen Repertoire an Synthesizern bringt Skepsiz den ultimativen Soundtrack für das Lebensgefühl der Gen Z. Schon auf den ersten Singles hat der DIY-Künstler aus Mainz ein besonders sensibles Händchen für modernen Feel-Good-Pop bewiesen und vertont das Gefühl frischer Liebe ebenso schmerzhaft treffend wie den inneren Weltuntergang, wenn alles doch zerbricht. Das Auf und Ab von Beziehungen, die Relevanz von Freundschaften und eine Exit-Strategie, wenn alles ausweglos erscheint – das sind auch Themen seines Debütalbums „Falter“ (2022), mit dem er während der Pandemie tausenden Fans Trost spendet. Seitdem sind Banger wie „2000 Grad“ (2022) oder „Alles probiert“ (2023) auch weit jenseits der New Wave Of Deutschrap zu ausdauernden Ohrwürmern in Radio und Playlisten geworden, hunderttausende Streams inklusive. Ausruhen und nachlassen kommt aber nicht in Frage. Nach Album Nummer zwei „Punk Paradox!“ (2023) zerstreut Skepsiz in regelmäßigen Abständen alle Zweifel, er habe sein Pulver angeblich verschossen. Nichts da. Singles á la „Partout“ (2025) oder „Von Anfang an“ (2026) beweisen immer wieder: dieser Mann fährt gerade erst richtig hoch und rasiert die Szene von hinten kahl.
