© Jack Davison

Loyle Carner

Music / Hip-Hop/Rap / Großbritannien

Seit nunmehr einer Dekade wird Ben Coyle-Larner ein Image als entspannter Nice Guy des britischen Rapmilieus angedichtet. Und sicher: eine gewisse Laid-Back-Attitüde ist dem Londoner Wunderkind zu eigen, die sich dann und wann auch in unaufgeregter Eloquenz oder brillanten Beats zwischen Jazz, Boom Bap und Turntablism niederschlägt – Madlib lässt grüßen. So wurde vor allem sein letztes Album „Not Waving, But Drowning“ (2019) ohne Umwege zu einem Neoklassiker britischen Hip-Hops, dem es an absolut gar nichts mangelt. Produktion, Lyrics, Flow, Delivery – als Loyle Carner versteht der Mann sein Handwerk von A bis Z und weiß daneben auch um die soziokulturelle Gestaltungskraft, die in dieser Musik steckt. Deshalb wechselt er auf dem diesjährigen „Hugo“ (2022) vom sommerlichen Conscious Rap zum wütenden Ankläger des langsam aber sicher bröckelnden Status Quo im UK. Rassismus, Verteilungsfragen, der erodierende Sozialstaat, die debilen politischen Kapriolen der Regierung Johnson und das Verhältnis zu seinem eigenen Vater sind nur ein paar heiße Eisen, die er in Tracks wie „Hate“ oder „Georgetown“ in makellosen Bars vergoldet. Die Zeit verlangt danach und Carner liefert. Eine Legende in the making, die bei uns das Eröffnungskonzert spielen wird.

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