© Simon Hegenberg

Mine

Music / Pop / Berlin, Deutschland

Authentizität ist eine Tugend, die vielen Kunstschaffenden allzu schnell abhandenkommt, besonders dann, wenn der Versuch einer Neuerfindung unternommen wird. Bei Mine ist diese Verwandlungskunst seit Beginn zentraler Bestandteil des Gesamtkunstwerks, das auf der musikalischen Ebene freigeistige Pop-Etüden mit Funk und Hip-Hop, elektronischen Akzenten und tiefgreifenden Texten versieht. Visuell aber ebenso unkonventionell das Absurde der menschlichen Komödie aufgreift, wie etwa im politisch aufwühlenden Collagen-Video zu „Unfall“ - einer Single, die den Status Quo der letzten Jahre vielleicht besser beschreibt, als wir alle das deutschem Pop zugetraut hätten. Dabei provoziert Mine zwar die Selbstreflexion, will aber vor allem Versöhnung. Denn es sind mehr ihre Fragen, die sie auf dem letzten Album „Hinüber“ stellt und die unser derzeitiges Lebensgefühl skizzieren, als deren Antworten: „Was ist Freiheit? Was Arbeit? Wer hat stets genug für sich? Wer starrt hungrig auf den Tisch?“. Eigentlich längst überfällig, sich all dem endlich mal zu stellen. Dass Mine dieses Jahr ihre 2020 ausgefallene Show mit den Special Guests Fatoni und AB Syndrom bei uns nachholen wird, ist also ein echter Glücksfall.

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