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Feminism Sells

Ein kontroverses Gespräch über eine globale Bewegung in der Subkultur und Popkultur

Discourse / Panel / Sound & Society, Future Playground / Basic

englisch

Noch bis in die 2000er Jahre haftete dem Feminismus als kritische Bewegung gegen das Patriarchat gemeinhin das Image des Ungemütlichen, Störenden, vielleicht sogar Bedrohlichem an. Seine Vertreter*innen und Aktivist*innen wurden – vorwiegend von Männern – nicht selten als spaßbremsende Mannsweiber diskreditiert, um so von den Missständen in einem unterdrückenden System abzulenken. Spätestens jedoch seit Miley Cyrus 2013 erklärte, dass sie sich für eine der “größten Feministinnen des Planeten halte” oder Beyoncé 2014 bei den MTV Video Music Awards vor dem Hintergrund einer überdimensionalen „Feminist“-Leuchtschrift auftrat, hat der Feminismus neue Idole gewonnen und mit ihnen einen Imagewechsel vollzogen. Jene Idole leben das neue Ideal der selbstbestimmten, disziplinierten, erfolgreichen Frau vor, die alles schaffen kann, was sie will und auch mit Buzzcut „sexy“ aussieht.  

Die Kritik fragt: für wen steht dieser neue Feminismus tatsächlich ein? Und sie unterstellt, dass es sich hier um die Aneignung feministischer Attribute zu Zwecken des Selbst-Marketings handelt; und damit um die Entpolitisierung und Vermarktung einer vormals progressiven sozialen und antikapitalistischen Bewegung.

Aber helfen Stimmen von Beyoncé und Miley nicht  tatsächlich dabei, Geschlechtergerechtigkeit als erstrebenswertes Ideal global populär zu machen? Und wie verändern diese die Musikindustrie tatsächlich auch nach Innen?

Es diskutieren die britische Choreografin und Performance-Künstlerin Lauren Barri Holstein und die Musikerin Kate Nash. Es moderiert die Hamburger Musikerin, Künstlerin und Autorin Leyla Yenirce.

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