IMJA 2018

International Music Journalism Award - Let's Celebrate Music Journalism


Susanne Baller (Redakteurin, stern.de)

Susanne Baller kam vor mehr als 30 Jahren zum Studium nach Hamburg und wusste gleich, dass sie nie wieder wegziehen würde. Das Wasser, der Wind und vor allem die Konzerte in den Clubs sowie auf den größeren Bühnen hatten sie für jede andere Stadt verdorben.
Nach Stationen in diversen Redaktionen schreibt sie seit etwas mehr als zehn Jahren für stern.de über fast alles – außer Musik. Darüber liest sie lieber. 

Niloufar Behradi (Online Publisher, blogrebellen.de)

Nach ihrem Schulabschluß Ende der 1990er konnte Niloufar Behradi noch nicht ahnen, dass sie einige Jahre später mit dem Bloggen anfangen würde, geschweige denn, dass es dieses Berufsbild überhaupt geben würde. Was sie aber damals bereits bewegte, war Musik. Mit ihrem Geschäftspartner bei Blogrebellen (und Ehemann) Peter Ohnacker begann sie bereits zu Beginn der Nullerjahre erste Webseiten zu bauen. Nach einer Ausbildung als Mediendesignerin wusste sie, dass das Agenturleben nichts für sie ist und studierte an der FU-Berlin Ethnologie, Iranistik und Kommunikationswissenschaften. 2007 setzten Behradi und Ohnacker ihren ersten Blog auf mit Musik und Kultur als rotem Faden, immer auf der Suche nach Geschichten und neuen musikalischen Entdeckungen. Inzwischen ist blogrebellen.de einer der meistgelesenen Blogs in deutscher Sprache. Was als Hobby begann, ist längst Profession geworden und Musik ist nach wie vor das Herz geblieben. 

Dani Fromm (Redaktion, laut.de)

Geboren in Franken, zieht Dani Fromm Anfang der 90er zum Studium an den Bodensee: schöne Gegend, damals jedoch für jeden mit nur leise schräg gelagertem Musikgeschmack auch kulturelles Brachland. Wer nichts geboten bekommt, muss selbermachen: erst Unipartys, dann alles andere. Zweieinhalb Jahrzehnte und unzählige veranstaltete Konzerte, Lesungen und DJ-Shows, Festivals, Bookings, Tourmanagement und Händchenhalte-Dienste für diverse Musiker, eine halbe Agentur und ein ganzer Secondhand-Plattenladen später liegt ihr Biophysikdiplom weiterhin ungenutzt in der Schublade. Kleben geblieben ist Yo Mama Fromm längst in der Redaktion von laut.de. Seit 2004 schreibt sie dort über Soul, Funk, Pop, Reggae, Schlager, Humppa und Obertongesang, meistens aber über Hip Hop, ihre Herzenssache Nummer eins, schon und für immer.

Wolf Kampmann (Musikjournalist, Dozent, Autor)

Wolf Kampmann, 1962 geboren und seit 1970 in Berlin lebend, ist freiberuflicher Musikjournalist, Hochschuldozent und Buchautor. (u.a. „Jazz: Eine Geschichte von 1900 bis übermorgen“, Reclam). Er unterrichtet an der Hochschule der populären Künste zu Berlin Geschichte der populären Musik und Musikjournalismus sowie an der Universität der Künste zu Berlin Jazzgeschichte. 2015 erhielt er den Preis für deutschen Jazz-Journalismus. Seit 2016 ist er Chefredakteur des Online-Magazins SPAM.

Isabelle Klein (Musikjournalistin, Moderatorin)

Isabelle Klein, geboren 1989 im Ruhrgebiet, lebt seit einigen Jahren als freie Journalistin in Köln. Zuvor studierte sie in Leipzig einen Master, den es mittlerweile schon gar nicht mehr gibt: Hörfunkjournalismus - und ist folgerichtig vor allem im Medium Radio unterwegs. Beim Campusradio leitete sie, mit allen Freiheiten, die dieses schöne Experiment bietet, u.a. das Musikressort. Handverlesene Musik, statt durch die Rotation in den Äther gespülte, spielt sie immer noch gern: in ihrer Sendung Play by Play beim Hamburger Musiksender ByteFM. Daneben ist sie regelmäßig als Moderatorin und Autorin im Deutschlandradio zu hören, arbeitet aber auch viel hinter den Kulissen, vor allem für die Redaktionen @mediasres und Online im Deutschlandfunk. Für das Multimedia-Feature „Pop ist kein weißer, heterosexueller Mann“, das in Zusammenarbeit mit dem Medieninnovationszentrum Babelsberg entstand und bei geschichten.detektor.fm erschienen ist, war sie 2017 für den Grimme Online-Award nominiert und wurde mit dem International Music Journalism Award ausgezeichnet, für den sie nun in der Jury sitzt.

Hans Nieswandt (Künstl. Leiter Folkwang UdK, DJ, Autor)

Seit seiner Jugend legt Hans Nieswandt Platten auf und 1983 wurde er zum ersten Mal dafür bezahlt. Seit Anfang der 1990er ist er an den Wochenenden regelmäßig DJ in Clubs und auf Partys. In der Zeit entstand auch sein erfolgreiches Projekt Whirlpool Productions. Neben zahlreichen eigenen Plattenveröffentlichungen remixt er auch für andere Musiker. 

Beim WDR-Sender EinsLive war er jahrelang als Moderator tätig. Nebenbei schreibt er für viele Zeitschriften wie Spex, Groove, taz u. a. Für das Goethe-Institut vertrat er die deutsche Kultur in Brasilien, Mexiko, Südafrika, dem Nahen Osten und in der Türkei. 2002 erschien sein erstes Buch plus minus acht, in dem er das Leben als DJ beschreibt.

Justus Köhncke und Hans Nieswandt, „deeper than love“ e´de cologne - 8. Juli 2007
Seit Januar 2014 ist Nieswandt künstlerischer Leiter des Master-Studiengangs Popmusik am Institut für Populäre Musik der Folkwang Universität der Künste am Standort Bochum. Beim Start sind das acht Master-Studienplätze pro Semester, es werden schließlich aber insgesamt zumindest 32 werden. Interdisziplinarität sei eine Spezialität von Folkwang. Die Bewerber auf die Masterplätze stellen sich mit eigenen Kunstprojekten vor, die dann bei erfolgreicher Bewerbung vom Institut unterstützt und begleitet werden. Als Künstlerischer Geschäftsführer übernimmt Nieswandt die konzeptionelle und interdisziplinäre Ausrichtung des Instituts, den Aufbau eines internationalen Netzwerkes und des Lehrpersonals und das operative Management des Studienprogramms.

Melissa Perales (Festival-Veranstalterin, Consultant)

Melissa kam in den 90er Jahren aus Chicago nach Berlin. Seitdem hat sie ein internationales Filmfestival organisiert, ein Restaurant betrieben und unter dem Alias M:Soundtrack Konzerte und Film-Screenings veranstaltet. Als Konzertveranstalterin präsentiert sie fast wöchentlich internationale Acts in Orten wie dem Schokoladen, dem Grünen Salon oder Berghain Kantine. M:Soundtrack ist Plattform und Treffpunkt der Berliner Independent-Szene. Melissa arbeitet zudem mit der all2gethernow, einer Konferenz für neue Strategien in der Musikwirtschaft und deren kultureller Landschaft. Melissas Passion sind Soundtracks, daher war die Gründung der Musikberatung Supertape zusammen mit der Dokumentarfilmen Sabine Steyer ein naheliegender Schritt. Melissa hatte die grundlegende Idee zum Music Pool Berlin, hat das Projekt mit entwickelt und ist Beraterin. Music Pool Berlin ist die zentrale Anlaufstelle für Musikschaffende in Berlin. Seit 2017 ist Melissa Mitgründerin von European Women in Music e.V. a.k.a. We Make Waves, einem europaweitem Netzwerk für Lernen, Teilen, Verbindung und Austausch von Frauen in der Musikindustrie und angeschlossenen kreativen Feldern. Abgesehen voll all dem ist Melissa eine Hobbyköchin und die Supermom von zwei Söhnen – 3 und 16 Jahre alt. 

Claus Schwartau (Chefredakteur, Noisey / Vice Media)

Claus Schwartau wurde 1981 in Hamburg geboren und wuchs in Hamburg/ Altenwerder auf. Nach dem Zivildienst zog er 2002 nach Berlin und studierte Englisch und Nordamerikanistik an der FU Berlin.
Erste Erfahrungen in der Musikindustrie sammelte Schwartau in den Bereichen Label und Promotion, später wechselte er zum Radio. Als Musikjournalist und Moderator gestaltete Schwartau zunächst das Programm des Uniradios der University of Edinburgh mit, von 2008 bis 2016 arbeitete er als Autor, Musikredakteur und Moderator beim jungen öffentlich-rechtlichen Radio Fritz vom rbb.
Neben seiner Tätigkeit bei Fritz war Schwartau u.a. als Autor für das rbb Fernsehen, sowie als Autor und Redakteur bei Red Bull Music und der Red Bull Music Academy tätig.

Seit Februar 2016 ist Claus Schwartau Chefredakteur von Noisey, dem Musikkanal von Vice. Im Januar 2017 startete er Noisey Radio, eine einjährige Medienkooperation zwischen Vice und Radio Fritz. Hier war Schwartau bis Februar 2018 sowohl für die Musik- als auch für die Wortredaktion seiner eigenen Livesendung verantwortlich, stellte wöchentlich Playlisten zusammen und begrüßte als Moderator Künstler (Trettmann, Peter Fox, What So Not, Perera Elsewhere, Ace Tee u.v.a.) zu Interviews und Live-Sets

Frank Spilker (Musiker "Die Sterne", Autor)

Ich bin Sänger, Texter und Musiker der Band Die Sterne, die Mitte der achtziger Jahre innerhalb des von mir mit gegründeten Fast Weltweit Kollektivs und Labels anfängt, und sich später in Hamburg in beinahe der heutigen Besetzung neu formiert. Die erste Veröffentlichung mit ernst zu nehmenden Vertrieb erscheint 1991 auf L’Age D’Or und muss noch selbst promoted werden. Beide Labels und auch die Band selbst gelten heute zurecht als legendär, jedenfalls haben sie die Entwicklung der deutschprachigen Popmusik in den Neunziger Jahren entscheidend beeinflusst. Nach dem Gang durch die Institutionen (Polydor, Sony, Virgin und V2/Universal) veröffentlicht die Band und auch Frank Spilker Solo auf staatsakt oder dem eignen Label Materie Records, dessen einziger Mitarbeiter ich bin. 2013 erschien mein Debut Roman „Es interessiert mich nicht, aber das kann ich nicht beweisen.“ 2014 erschien das Sterne Album „Flucht in die Flucht“ (staatsakt).

Französische Jury


Yves Bigot (tv5monde.com)
 
Yves Bigot ist ein französischer Journalist und Produzent. Als großer Fußball- und Musikliebhaber begann er seine Karriere als Journalist bei Europa 1, Canal + und dem Rolling Stone Magazine bevor er 1990 Programmdirektor von France Inter. wurde.
Daraufhin produzierte er verschiedene Künstler bei Fnac Music Production, Phonogram France und Mercury France. In 1998 wurde er Vorsitzender des Les Victoires de la musique, einem Französischer Award.
Im Jahr 2004 kehrte er als Regisseur zu Fernsehsendern wie France 2, France 4, RTBF und RTL zurück. 
Seit 2012 ist er der Geschäftsführer von TV5 Monde.

Melissa Phulpin (Melissa PR)

Wer in der französischen Musikindustrie arbeitet, muss sie kennen. Melissa Phulpin entdeckt und leitet neue musikalische Talente. In der unabhängigen PR mag sie „hybride Identitäten hervorzuheben, sensibel, kraftvoll und Klänge, die die Teilung der der musikalischen Welt stören“ (wie auf ihrer Website erwähnt). Zudem leitet sie Tomboy Lab, ein unabhängiges Label (Management Publishing und Mentoring). 

Herve Riesen (Radiofrance.fr)

Hervé Riesen, stellvertretender Direktor für Sender und Inhalte bei Radio France, war 1994 an der Schaffung des Senders des Schweizer Netzwerks Couleur 3 in Frankreich beteiligt.

Im Oktober 1997 begann er seine Arbeit bei Le Mouv' (heute Mouv') und später, im Februar 2002, als Musikprogrammierer bei France Inter. Daraufhin kam er zu Couleur 3 in der Schweiz, bevor zum Leiter der Musikprogrammeinheit der vier Sender des RSR ernannt wurde: La 1ère, Couleur 3, Option Musique und World Radio Switzerland.

2008 wurde er zum Direktor des nationalen Jugendkanals "Le Mouv" ernannt, dann zum Direktor der Delegiertenleitung für internationale Angelegenheiten be Radio France. Er entwickelte zahlreiche Kollaborationen zwischen öffentlich-rechtlichen Sendern in Europa und Afrika. Zudem ist er Mitbegründer der Band "Benin International Musical" in Cotonou.

Derzeit ist er Präsident der "Eurosonic" - Gruppe der European Broadcasting Union (EBU) und Vizepräsident Europas der Internationalen Radio- und Fernsehunion (URTI).

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