IMJA 2017

International Music Journalism Award - Let's celebrate Music Journalism


Qualitativ anspruchsvolle journalistische Arbeit ist ein hohes Gut. Dies gilt ungebrochen auch in einer Medienlanschaft, die starken Umwälzungen ausgesetzt ist und immer häufiger fundamental infrage gestellt wird. Gerade im Nischenbereich des Kulturjournalismus ist die Erosion stark zu spüren. Die meisten der traditionellen Publikationen des Genres stehen unter großem wirtschaftlichen Druck. Nicht wenige mussten bereits ihre Arbeit einstellen. Das Umfeld, in dem hochwertiger, einfallsreicher Journalismus entstehen kann, wird so immer schwieriger und besonders für den Nachwuchs unattraktiver.
Wir finden es darum umso wichtiger, die Journalistinnen und Journalisten, die professionell über populäre Musik und Musikwirtschaft schreiben, zu ermutigen und zu unterstützen. Und dies gilt erst recht für die Generation der unter 30-jährigen.

Das Reeperbahn Festival hat sich der Präsentation und Förderung junger, aufstrebender Musikerinnen und Musiker verschrieben. Zu einer nachhaltigen künstlerischen Entwicklung gehört immer auch die wache, kritische Begleitung des künstlerischen Schaffens. Darum vergeben wir im Jahr 2017 erstmals den Internationalen Preis für Musikjournalismus im Rahmen des Reeperbahn Festivals.

Eine fachkundige Jury wird herausragende Einzelarbeiten, aber auch die besonders gute kontinuierliche journalistische Arbeit würdigen, die sich mit populärer Musik und ihrem wirtschaftlichen Umfeld befasst. Ein spezielles Augenmerk liegt dabei auf den Arbeiten junger Musikjournalistinnen und -journalisten.

Die Kategorien 2017:

  • Beste musikjournalistische Arbeit des Jahres (international, undotiert)
  • Beste musikjournalistische Arbeit des Jahres (deutschsprachig, undotiert)
  • Beste/r Musikjournalist/in des Jahres (international, undotiert)
  • Beste/r Business-Musikjournalist/in des Jahres (international, undotiert)
  • Beste musikjournalistische Arbeit U30 (deutschsprachig, dotiert)

Arbeiten / Kandidat/innen
Journalistische Arbeiten, die von der Jury in Erwägung gezogen werden sollen, müssen...

- ...sich inhaltlich mit Popmusik beschäftigen, z.B. Musiker, Band, Konzert, Festival, Tonaufnahme, zeitgeistliche Betrachtung,...

-  ...in einem gängigen analogen oder digitalen Format der Öffentlichkeit zugänglich sein, z.B. Text (Zeitung, Magazin, Blog), Foto(reihe), Radiobeitrag, TV-Beitrag, Multimedia Projekt, Podcast, Videokanal oder ganze Sendungs- bzw- Online-Konzepte etc.,…

- ...im Zeitraum vom 1. Juli 2016 bis 30. Juni 2017 veröffentlicht worden sein.


Für die Kategorien Beste/r Musikjournalist/in und Beste/r Business-Musikjournalist/in soll das Wirken der Kandidaten im genannten Zeitraum, aber auch darüber hinaus betrachtet werden. Hier geht es darum, wirkungsstarke Persönlichkeiten zu würdigen, die ihrem Metier dauerhaft mit besonders großem Sachverstand begegnen, eine besonders hohe Reputation genießen und als Vorbild dienen können für ihre Profession insgesamt und den Nachwuchs im Speziellen.


Ermittlung der Preisträger/innen
Ein großer Pool von Fachleuten aus Medien, Musik, Musikwirtschaft und (gleichsam) intensiven Leserinnen und Leser reicht Vorschläge für die ersten vier Preiskategorien ein. Aus diesen Vorschlägen wird eine unabhängige fachkundige 7- bis 11-köpfige Jury in einem Auswahlverfahren die Preisträger/innen bestimmen.
Die Jury wird mit Vertreter/innen aus Medien, Kultur und Musikwirtschaft besetzt.
Frist für die Einreichung von Vorschlägen durch den Experten-Pool ist der 30. Juni 2017.
Für die drei Preise der Nachwuchskategorie (Beste musikjournalistische Arbeit U30 (deutschsprachig)) können Journalistinnen und Journalisten, die zum Zeitpunkt der Abgabe-Frist noch keine 30 Jahre alt sind, Arbeiten einreichen.
Frist für die Einreichung für die Nachwuchskategorie ist ebenfalls der 30. Juni 2017.
Die Jury sichtet die Einreichungen (bzw. eine Vorauswahl daraus) und kommt Mitte Juli zu einer 1-tägigen Sitzung in Hamburg zusammen, um diese zu diskutieren und schließlich die Preisträger zu benennen.

Präsentation der Preisträger/innen
Um vor allem die journalistischen Arbeiten in das Zentrum der Aufmerksamkeit zu stellen, werden die Preisträger bereits vier Wochen vor dem Reeperbahn Festival bekannt gegeben und die prämierten Arbeiten dem interessierten Publikum zugänglich gemacht. Dies wird je nach Art der prämierten Arbeit über die digitalen Kanäle und gedruckten Verbreitungswege des Reeperbahn Festivals oder live vor Ort erfolgen.
Wir erhoffen uns darüber eine nochmals größere Rezeption der Arbeiten. Denn das - ggf. kostenpflichtige - Lesen, Anschauen, Sich-Erschließen der Arbeiten durch die Mediennutzer stellt unseres Erachtens die eigentliche Würdigung der Arbeit dar.

Anders als gemeinhin üblich, werden die Preise also nicht im Rahmen einer mehr oder weniger festlichen und unterhaltsamen Preisverleihung vergeben. Die Würdigung Beste/r Business-Musikjournalist/in und Beste/r Musikjournalist/in erfolgt im Rahmen der Reeperbahn Festival Conference. Die Preisträger/innen werden nach Hamburg eingeladen, um an Vortrags- oder Diskussionsveranstaltungen zum Thema Musik und Medien teilzunehmen.

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