IMJA 2017

International Music Journalism Award - Let's celebrate Music Journalism


Steve Blame (Moderator, Autor)

Steve Blame ist Buchautor, Drehbuchschreiber, Format Entwickler und Moderator.  Von 1987 bis 1994 war er MTV News Redakteur und Präsentator. In diese Zeit interviewte er alle großen Pop Stars von Madonna bis McCartney. Er moderierte MTV News, MTV News At Night, The Steve Blame Show und Take The Blame. Als Haupt-Moderator und Aushängeschild der sozial engagierten MTV-Kampagnen hat Blame internationale Weltpolitiker wie Gorbatschow, Delor, Peres und sogar den Dalai Lama interviewt. Nachdem er 1994 MTV verlassen hatte, ließ sich der studierte Mathematiker und Physiker in Deutschland nieder, wo er Viva 2 aufbaute. Unter Blames Leitung erlangte der Sender 1996 eine Goldmedaille des Art Director’s Club für On-Air Design. Blame hat seine Autobiographie „Getting Lost is Part of the Journey: MTV, Deutschland und ich“ (2011) sowie die Bücher „Emotionale Vaseline" und "Zwischen Rotwein, Filetsteak und Popstar-Neurosen“ (beide 2013) veröffentlicht.

Dani Fromm (Redaktion, laut.de)

Geboren in Franken, zieht Dani Fromm Anfang der 90er zum Studium an den Bodensee: schöne Gegend, damals jedoch für jeden mit nur leise schräg gelagertem Musikgeschmack auch kulturelles Brachland. Wer nichts geboten bekommt, muss selbermachen: erst Unipartys, dann alles andere. Zweieinhalb Jahrzehnte und unzählige veranstaltete Konzerte, Lesungen und DJ-Shows, Festivals, Bookings, Tourmanagement und Händchenhalte-Dienste für diverse Musiker, eine halbe Agentur und ein ganzer Secondhand-Plattenladen später liegt ihr Biophysikdiplom weiterhin ungenutzt in der Schublade. Kleben geblieben ist Yo Mama Fromm längst in der Redaktion von laut.de. Seit 2004 schreibt sie dort über Soul, Funk, Pop, Reggae, Schlager, Humppa und Obertongesang, meistens aber über Hip Hop, ihre Herzenssache Nummer eins, schon und für immer.

Wolf Kampmann (freier Publizist und Dozent / Hochschule für populäre Künste)

Wolf Kampmann, 1962 geboren und seit 1970 in Berlin lebend, ist freiberuflicher Musikjournalist, Hochschuldozent und Buchautor. (u.a. „Jazz: Eine Geschichte von 1900 bis übermorgen“, Reclam). Er unterrichtet an der Hochschule der populären Künste zu Berlin Geschichte der populären Musik und Musikjournalismus sowie an der Universität der Künste zu Berlin Jazzgeschichte. 2015 erhielt er den Preis für deutschen Jazz-Journalismus. Seit 2016 ist er Chefredakteur des Online-Magazins SPAM.

Melissa Perales (Moderator, Autor)

Melissa kam in den 90er Jahren aus Chicago nach Berlin. Seitdem hat sie ein internationales Filmfestival organisiert, ein Restaurant betrieben und unter dem Alias M:Soundtrack Konzerte und Film-Screenings veranstaltet. Als Konzertveranstalterin präsentiert sie fast wöchentlich internationale Acts in Orten wie dem Schokoladen, dem Grünen Salon oder Berghain Kantine. M:Soundtrack ist Plattform und Treffpunkt der Berliner Independent-Szene. Melissa arbeitet zudem mit der all2gethernow, einer Konferenz für neue Strategien in der Musikwirtschaft und deren kultureller Landschaft. Melissas Passion sind Soundtracks, daher war die Gründung der Musikberatung Supertape zusammen mit der Dokumentarfilmen Sabine Steyer ein naheliegender Schritt. Melissa hatte die grundlegende Idee zum Music Pool Berlin, hat das Projekt mit entwickelt und ist Beraterin. Music Pool Berlin ist die zentrale Anlaufstelle für Musikschaffende in Berlin. Seit 2017 ist Melissa Mitgründerin von European Women in Music e.V. a.k.a. We Make Waves, einem europaweitem Netzwerk für Lernen, Teilen, Verbindung und Austausch von Frauen in der Musikindustrie und angeschlossenen kreativen Feldern. Abgesehen voll all dem ist Melissa eine Hobbyköchin und die Supermom von zwei Söhnen – 3 und 16 Jahre alt. 

Doreen Schimk (Director Promotion & Coordination, Warner Music Central Europe)

Ihre Karriere in der Musikbranche begann Doreen Schimk  als Radio Promotion Manager bei edel records. Nach Stationen bei Sony Music, SonyBMG und Columbia Four Music und über 15 Jahren als Führungskraft im Promotionbereich hat sie seit 2011 bei der Warner Music Group den Posten des Director Promotion & Coordination inne. In dieser Zeit hat sie mit Künstlern von Blümchen über Scooter bis hin zu Ed Sheeran und Robin Schulz gearbeitet. Bereits 1994 startete Doreen Schimk ihre erste Initiative zur Unterstützung von Frauen in der Musikbranche: Die Frauenveranstaltungsgruppe „SISTARS“ hatte sich zum Ziel gesetzt, female artists durch Konzeption und Umsetzung diverser Musikveranstaltungen  zu unterstützen. 1995 gründete sie als „Queen Doreen“ mit Danielle Mommertz von Dub Me Ruff Sound das erste female DUB soundsystem „DOUBLE D.“ Von 1992 bis 2002 ist Doreen Schimk aktives Mitglied zahlreicher Veranstaltungs- und Künstlerkollektive. Als Gründungsmitglied der Initiative „Hey Ladies“ unterstützt sie nach wie vor Frauen in der Musik- und Kreativbranche.

Frank Spilker (Musiker "Die Sterne", Autor)

Ich bin Sänger, Texter und Musiker der Band Die Sterne, die Mitte der achtziger Jahre innerhalb des von mir mit gegründeten Fast Weltweit Kollektivs und Labels anfängt, und sich später in Hamburg in beinahe der heutigen Besetzung neu formiert. Die erste Veröffentlichung mit ernst zu nehmenden Vertrieb erscheint 1991 auf L’Age D’Or und muss noch selbst promoted werden. Beide Labels und auch die Band selbst gelten heute zurecht als legendär, jedenfalls haben sie die Entwicklung der deutschprachigen Popmusik in den Neunziger Jahren entscheidend beeinflusst. Nach dem Gang durch die Institutionen (Polydor, Sony, Virgin und V2/Universal) veröffentlicht die Band und auch Frank Spilker Solo auf staatsakt oder dem eignen Label Materie Records, dessen einziger Mitarbeiter ich bin. 2013 erschien mein Debut Roman „Es interessiert mich nicht, aber das kann ich nicht beweisen.“ 2014 erschien das Sterne Album „Flucht in die Flucht“ (staatsakt).

Birte Wiemann (Projektmanagement Cargo Records, Vorstand VUT)

Birte Wiemann wollte eigentlich Universitätsprofessorin für Anglistik werden, hat an der University of Hull in Nordengland in Englischer Literatur promoviert und darf sich seit 2013 Dr. phil. Birte Wiemann nennen. Der Weg schien klar. Gleichzeitig fand Birte aber während ihres Studiums nichts dabei, sich immer wieder mit der unbekannten Lokalband in den Tourbulli zu quetschen und für das Fuze Magazine sechs Jahre lang Bands wie Alexisonfire, Thrice oder Gallows zu interviewen. Selbst die Doktorarbeit schlug einen unverhofften Bogen zu den Sex Pistols. Doch irgendwo auf dem Weg ist Birte wohl mit der Nase in einem Buch falsch abgebogen, denn statt der von den Eltern erhofften Unikarriere landete sie im Independent Musikbusiness. Seit mittlerweile zwölf Jahren ist Birte Teil des Musikvertriebs Cargo Records in Wuppertal und dort für das Projektmanagement zuständig. Cargo Records hat sich in jüngster Zeit über Chartplatzierungen von Bon Iver, Afghan Whigs, Sleaford Mods, Boysetsfire oder Slowdive gefreut. Auf dem Reeperbahnfestival 2016 wurde Birte in den Vorstand des VUT – Verband unabhängiger Musikunternehmen e.V. gewählt. Birtes Eltern behaupten, sie verstehen mittlerweile, womit sie ihr Geld verdient.

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