Musik Bewegt – Wie geht Haltung?


21. Sept. 2017 @ Schmidt Theater (Saal)

Sprecher: Michael Fritz (Co-Founder, Viva Con Agua, Deutschland), Herbert Grönemeyer (Musician, Deutschland), Michael Schwickart (Crew-Member, Sea Watch, Deutschland), Fetsum (Musician, Initiator, PxP Festival, Deutschland), Amadeus von der Oelsnitz (Boardmember, Médecins Sans Frontières / Ärzte ohne Grenzen, Deutschland)

Moderator: Christiane Falk (Moderator, radioeins, Deutschland)

Hier geht es zum Programm.

In welcher gesellschaftlichen Verantwortung stehen Menschen heute? Wie können Musiker in einer vernetzten Welt gesellschaftlich Verantwortung zeigen? Wie wird soziales Engagement in der Öffentlichkeit heutzutage wahrgenommen?

Mit diesen und weiteren Fragen setzten sich Michael Fritz (Co-Founder Viva Con Agua), Herbert Grönemeyer (Musiker), Michael Schwickart (Sea Watch), Fetsum (Musiker, Initiator PxP Festival), Amadeus von der Oelsnitz (Ärzte ohne Grenzen) und Moderatorin Christiane Falk (radioeins) auseinander.

Star dieses hochkarätig besetzten Panels war natürlich Herbert Grönemeyer, der erfrischender Weise kein Blatt vor den Mund nahm: Haltung bedeute, sich nicht entmutigen zu lassen, würden zu werden und diese Wut auch zu artikulieren.

Grönemeyer äußerte seinen Missmut darüber, dass man sich in Deutschland kaum noch beschweren dürfe, dass Protestkultur eher gerüffelt als gefeiert werde. Er wies auch darauf hin, dass Musik kaum noch politisch sei, das HipHop-Gerne sei mitunter die einzige Ausnahme.

„Für mich ist Musik ein politischer Vorgang. Wir sind dafür da, die Leute nervös zu machen, sie aufzuwecken,“ so Grönemeyer, der die aktuelle Musikszene als „Frau Merkel-Durchgenebelt“ bezeichnete.

Kunst sollte im aktuellenum sich und dieses Land über Wasser zu halten. Die Kultur müsse sich massiv drehen, „damit wir alle wieder Feuer unterm Hintern kriegen“.

Der andere Musiker des Panels und Initiator des Peace x Peace Festivals, Fetsum, hob die Macht von Musik hervor, wenn es darum ging, Menschen zusammenzubringen. Während Politik in erster Linie spalte, kämen Menschen auf ein Konzert, um die gleiche Energie zu spüren.

Mit einem Konzert holeKonzerterlebnis „mach uns alles gleich“.

Sich ausschließlich intellektuell zu unterhalten werde nichts bringen. Man dürfe nicht in die Köpfe gehen, sondern ins Herz.

Grönemeyer hob hervor, dass Musiker trotz aller Reichweite in ihrem Einfluss limitiert seinen („wir sind Trommler“). Die wahren Helden seien die Menschen vor Ort in den Krisengebieten. Fritz, Schwickart und von der Oelsnitz nahmen dies zur Kenntnis, wehrten sie sich jedoch vehement dagegen, als Helden bezeichnet zu werden.

Sich zu engagieren gehöre dazu, egal ob auf See, in Kriegszonen oder als Deutschlehrer zuhause and Land.

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