The Future of Music Streaming


22. Sept. 2017 @ Schmidt Theater (Saal)

Sprecher: Dave Allen (Director, Artist Advocacy, NORTH Music, US), Manlio Celotti (CEO / MD, Membran Entertainment Group / Orchard Enterprises Entertainment, DE), Ole Obermann (CDO / Executive VP Business Development, Warner Music Group, US), Ralph Pighin (Vice President Central and Eastern Europe, Deezer, DE), Kurt Thielen (Founder / MD, Zebralution, DE)
Moderator: Helienne Lindvall (Head Of Business Relations, Auddly, SE)

Hier geht es zum Programm.



Nach einem optimistischen Vortrag von Warner Musics Ole Obermann zum Potenzial im Streaming-Markt war es an der Zeit, herauszufinden, ob andere Sektoren der Branche das ähnlich sehen.

Ralph Pighin, VP Central and Easter Europe bei Deezer, sagte „ja, definitiv.“ Deezer sei enorm gewachsen und man spüre das Moment in jedem Land, in dem man aktiv sei. Kurt Thielen, MD von Zebralution, teilte den Optimismus, warnte jedoch vor den Herausforderungen für den unabhängigen Musiksektor durch Majors, die um immer größere Marktanteile konkurrierten. „Konkurrenz kommt auch von anderen Firmen außerhalb unserer traditionellen Konkurrenz, etwa Netflix,“ fügte er hinzu.

Manlio Celotti, CEO der Membran Entertainment Group, stellte fest, dass man lokales Marketing bei allem Lob für die Vorzüge der Globalisierung nicht vergessen dürfe. 

Dave Allen, Musiker und Direktor Artist Advocacy bei NORTH Music, sagte er habe der Musik zu keinem Zeitpunkt nicht optimistisch gegenüber gestanden. „Dennoch bin ich mir nicht sicher, wie gut der Streaming-Markt aktuell für unabhängige und Nachwuchs-Künstler ist. Wir müssen sichergehen, dass wie die Künstler unterstützen, welche die Maschine am Laufen halten.“

Obermann stimmte zu: sei der Indie-Sektor zu Beginn des Aufkommens der Streaming-Dienste noch überrepräsentiert gewesen, so seien es heute die Majors. „Die Homepage eines Streaming-Diensts sieht wie eine Top 40-Radiostation aus. Wenn man kein Superstar ist, ist es sehr schwierig, sich Gehör zu verschaffen.“

Labels müssten daher bessere Such-Mechanismen abseits der Plattform kreieren, um die Leute für Musik zu begeistern und auf die Streaming-Plattformen zu locken, so Obermann. „Wir alle haben schon mal einen Plattenladen betreten und sind vor Überwältigung erstarrt.“ Das erste Mal mit einem Streaming-Dienst zu tun zu haben sei nicht anders. Labels hätten schon immer Interesse außerhalb des Plattenladens geweckt, um das Bewusstsein der Musikfans zu erreichen.

Thielen sagte, die Musikindustrie dürfe auch die älteren Generationen nicht aus den Augen verlieren, da sich Streaming hauptsächlich an 16- bis 27-Jährige richte. „Wir müssen Leuten, die immer noch Alben kaufen möchten, einen besseren Service bieten und in Kuration investieren.“

Zu den bevorstehenden Herausforderungen zähle die Monetarisierung der Entwicklungsmärkte. Diese benötigten laut Obermann Investitionen in Sachen Rights Management. Zudem müsse das Phänomen des „Stream Rippings“, also des Mitschneidens von Musik-Streams bekämpft werden. „Die Hälfte der Streams ist immer noch illegal“, bemerkte Thielen. „Wir müssen Lösungen entwickeln aber auch Druck auf Unternehmen ausüben, die Stream Ripping zulassen.“ 

Laut Obermann würden HD-Streaming, Videos sowie die Integration von Streaming-Diensten im Auto künftig weitere Abo-Säulen neben dem traditionellen 10-Euro-pro-Monat-Angebot ermöglichen. Thielen dachte an ein Kultur-Paket, welches sowohl Musik als auch Filme und Bücher beinhalte.

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