
CDSH | Talking to myself
Körper im Raum. Getrennt, konzentriert. Alle verloren in den eigenen Gedanken. Bewegung, Innehalten, Überdenken. Fragmente inneren Lärms: „Ist das genug?“, „Mach bloß keinen Fehler!“. Und immer: „Weitermachen“. Dann eine subtile Veränderung. Eine Geste wird gespiegelt, eine Person nimmt den Rhythmus einer anderen auf. Aus zwei werden drei, dann fünf. Eine gemeinsame Energie entsteht. Was als leiser, innerer Monolog beginnt, überträgt sich von Körper zu Körper. Zweifel wandeln sich in Dynamik und aus dem Gefühl der Isolation wächst kollektive Bewegung. Die Botschaft: Was ein ganz persönlicher Konflikt zu sein scheint, ist oft etwas, das wir alle miteinander teilen. Die Contemporary Dance School Hamburg präsentiert in „Talking to myself“ unter der choreografischen Leitung von Javier Báez mit Assistenz von Alanna Reimpel und Edwin Sánchez sowie mit Musik von Ludovico Einaudi und Woodkid einen Tanz, der Verbindung schafft. Präsentiert wird das emotionale Stück von Tänzer*innen des zweiten Jahres der Berufsfachschule, die sich auf ihrem Weg in die professionelle Bühnenkarriere befinden. Gänsehaut? Ist vorprogrammiert.