Der Club-Euro: Ein Euro, der die Clubs rettet?
Kann eine solidarische Abgabe den Live Music Fund langfristig tragen?
Die aktuelle Berliner Clubstudie zeigt: Auch wenn die Nachfrage da ist, sind Clubs nicht mehr wirtschaftlich tragfähig und müssen vor allem unsichere Bookings auslassen. Clubs und Veranstaltende geraten durch steigende Kosten und sinkende Margen sowie ein verunsichertes Publikum zunehmend unter Druck. In ganz Europa wird deshalb über neue Finanzierungsmodelle diskutiert, in Großbritannien fließt längst ein Euro von jedem großen Arena- und Stadionticket in die kleinen Spielstätten. Auch in Deutschland hat die Bundesstiftung Livekultur mit dem Live Music Fund eine Idee präsentiert, die letztes Jahr zuerst auf dem Reeperbahn Festival diskutiert wurde. Eine (freiwillige) solidarische Abgabe, davon den großen an die kleinen. Die Realität hat gezeigt, bislang ist die Begeisterung für eine solche freiwillige Abgabe seitens der großen Branchenteilnehmer noch gering. Deshalb überlegen nun Clubs in Deutschland, dem Vorbild aus Köln zu folgen und innerhalb der Clubszene einen solidarischen Euro zu erheben. Aber ist das der richtige Weg? Kann ein Euro pro Ticket die Livekultur wirklich langfristig absichern, oder braucht es etwas anderes? Nach einem Überblick über die internationale Entwicklung diskutieren Stimmen aus Clubszene, Livemusik- und Bookingbranche, Kulturpolitik und Kulturjournalismus, ob der Club-Euro der Schritt ist, der aus einer guten Idee eine tragfähige Struktur macht.




