Fes­ti­vals 2025/2026 - 'Ab­dan­ken mit An­sa­ge?'

Wenn mittelständige Festivals aufgrund unerbittlicher Konkurrenz den Betrieb einstellen.

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Für die einen ist es Marktbereinigung. Für andere hingegen die Folgen des ungleichen Wettbewerbs zwischen mächtigen Konzertkonzernen und kleinteilig-aufgestellten Konzertunternehmen mit beschränkter Haftung. Der Publikumsschwund für jene Festivals wird begünstigt durch Superstar-Shows zu sündhaft-teuren Ticketpreisen und den sich verändernden Publikumsvorlieben für den Freizeitspaß 'Festival' in den unterschiedlichsten Zielgruppen. Hinzu kommen üppige Kostensteigerungen für Produktion und Gagen.

Die Folgen: Die Auftrittsmöglichkeiten für Acts kleiner und mittlerer Größe schwinden und trifft konzernunabhängige Konzertagenturen umso stärker. Im Gegenzug wächst die Marktmacht der Konzertkonzerne. In der Diaspora der gutbürgerlichen Kulturpolitik hingegen mangelt es im Vergleich zu Theater, Film und klassischer Musik auf allen Ebenen oftmals an Verständnis für irgendwas mit Popkultur. Wenn nun also Maifeld Derby, Juicy Beats oder Rocco Del Schlacko einen Schlussstrich ziehen, bleibt die Frage, wie es künftig weitergehen kann und wird. Wie und wo kann Politik helfen, was braucht es seitens der Akteure an Hilfestellungen und welche Festival-Konzepte bieten im verschärften Wettbewerb zwischen Großen und Kleinen noch Aussicht auf Erfolg?