
Neue Sessions & Speaker für die Conference
Was braucht es, um Künstler*innen langfristig erfolgreich aufzubauen? Natascha Augustin und Molly Mönch sprechen in der von Forum Musikwirtschaft präsentierten Session „Reaching for the Next Stars“ über strategisches Artist und Audience Development. Gemeinsam werfen sie einen Blick darauf, wie Labels, Managements, Agenturen, Veranstalter und Venues nachhaltige Karrieren gestalten können – und welche Rolle Reichweite, Live-Erlebnisse und Fanbindung dabei spielen.
Künstliche Intelligenz verändert die Musikbranche grundlegend – doch was kommt als Nächstes? François Pachet, KI- und Musikforscher sowie ehemaliger Leiter des Spotify Creator Technology Research Lab, blickt bei MUSIC FRONTIERS auf drei Jahrzehnte an der Schnittstelle von Technologie und Musik zurück. In seinem Fireside Chat „Music, AI & What Comes Next“ geht es um die Entwicklungen, die die Musikproduktion bereits verändert haben – und um die Frage, wohin die Reise als Nächstes geht.
Während sich technologische Möglichkeiten rasant weiterentwickeln, verschieben sich auch die globalen Machtverhältnisse in der Musik- und Kreativwirtschaft. Christina Semba und Thomas Fischermann diskutieren in „Music, Markets & the Global South“ über den wachsenden Einfluss des Globalen Südens auf internationale Märkte und darüber, was diese Veränderungen für westliche Labels, Plattformen und Artists bedeuten. Im Mittelpunkt steht dabei auch die Frage, wie kulturelle Selbstbestimmung und wirtschaftliche Stärke neue Räume für globale Sounds schaffen.
Wer entwickelt eigentlich die Karrieren der Stars von morgen? In „Talking A&R“, präsentiert von MusikWoche, treffen unterschiedliche Perspektiven auf die Zukunft des Artist Developments aufeinander. Maximilian Papproth, Henrike Blome, Laura Minutolo und Sarah Schneider diskutieren, ob klassische Label-Strukturen an Bedeutung verlieren – oder weiterhin eine zentrale Rolle spielen. Dabei geht es auch um die zunehmende Bedeutung von Verlagen, die durch ihre frühe Nähe zu Songwriterinnen und Producerinnen immer stärker zu Karriereentwicklern werden.
Dass kulturelle Relevanz nicht zwangsläufig aus technologischer Innovation entstehen muss, zeigt die immowelt-Case-Study „Real Music – Better Campaign: How immowelt Bet on Nostalgia Over AI“. Theo Mseka, Lukas Rieger und Steffi Kim geben Einblicke in eine Kampagne, die bewusst auf einen sorgfältig ausgewählten Song und die emotionale Kraft von Nostalgie statt auf KI-generierten Sound setzte. Gemeinsam zeigen sie, warum authentische Musik auch im schnelllebigen TikTok-Ökosystem kulturelle Resonanz erzeugen kann.
Und auch die Perspektive auf Arbeit und Care-Verantwortung bekommt Raum in unserem Conference-Programm: In „Zwischen Charts und Pflegestufen“ sprechen Sorab Asar, Anna Groß und Shari Who mit Lina Burghausen über persönliche Erfahrungen, strukturelle Hürden und die oft unsichtbare Care-Arbeit hinter den Kulissen der Musikindustrie. Im Rahmen eines Open Chairs wird dabei ausdrücklich auch das Publikum eingeladen, sich einzubringen und gemeinsam über konkrete Forderungen und neue Perspektiven zu diskutieren.
Alle Infos zur Reeperbahn Festival Conference findet ihr hier.