
Anda Morts
Auf der Suche nach einem authentischen Soundtrack fürs Leben in den neuen Zwanzigern, findet Andreas Schneider aka Anda Morts musikalische Wege aus sämtlichen Miseren. Der Mittzwanziger aus Linz singt in seinen Liedern von Quarter-Life-Crisis und Orientierungslosigkeit in diesen wahnsinnigen Zeiten. Von Vergänglichkeit und dem Trubel des urbanen Alltags, aber auch von den Sorgen der Elterngeneration wie in „Adidas für Mama“ (2023) oder von den Freuden eines entspannten Tags mit Freunden wie in „Leere Flaschen“ (2023). Das Setup: ebenso minimalistisch wie wirkungsvoll. Schneiders biergetränkte Reibeisenstimme rattert da über krosse Drum Machines, begleitet von rohen Gitarren und einer nostalgischen DIY-Romantik, die er auf seinen EPs herrlich unoptimiert zu wecken weiß. So genießen etwa „MORTS“ (2023) und „Montage“ (2024) jetzt schon Kultstatus im österreichischen Punk-Untergrund, der letztes Jahr mit „ANS“ (2025) auch noch das rotzig runtergezockte Debütalbum von Anda Morts serviert bekommt. Wer auf wahrhaftige, dreckige Gitarrenmusik mit Herz und Seele steht, sollte diesen Typen bei uns keineswegs verpassen.
