
Augusta
Zwischen Zurückhaltung und kraftvollen Gefühlsgipfeln schafft Augusta in ihrer Musik Räume für Reflexionen und ein ausgefeiltes akustisches Storytelling. Die Singer-Songwriterin mit englisch-französischen Wurzeln verbindet dafür Folk-Raffinesse und Indie-Charme zu einem signature sound, der zwar Lichtgestalten aus beiden Richtungen huldigt, trotzdem aber unverkennbar ihr eigener bleibt. Schon mit den ersten beiden EPs „The Beetles And The Bugs“ (2022) sowie „I Don't Think So“ (2023) unterstreicht sie ihre seltene Gabe, zwischen satten Texturen und subtilem Gitarrenspiel genau die richtige Balance und Tiefe zu halten. Kein Wunder also, dass sie zwischenzeitig Reminiszenzen an Alice Phoebe Lou und Laura Marling, Adrianne Lenker und Joni Mitchell weckt, auch wenn sie besonnener und minimalistischer an ihr Handwerk herantritt. Weniger ist in diesem Falle viel mehr – und das hat Augusta von Beginn an verstanden. Eine ungewöhnliche Annäherung gelingt ihr dabei sowohl musikalisch als auch in ihren Texten, die sich von üblicher Tagebuch-Lyrik erfrischend abheben. Auch live auf der Bühne ist diese Künstlerin einfach anders – im September könnt ihr euch davon bei uns selbst überzeugen.

