Heidi Curtis
Kluge Poesie in Verbindung mit einer klaren musikalischen Vision – das ist in diesen Zeiten immer schwieriger zu finden. Heidi Curtis schafft den Spagat zwischen Gestern und Heute, zwischen bittersüßer Nostalgie und modernem Gestus mit beeindruckender Eleganz. Die Stimme kraftvoll und von unverwüstlichem Selbstbewusstsein geprägt, der Sound zwischen Classic Rock aus den 70ern, Folk-Granden wie Pattie Smith und dem energetischen Alt-Pop einer Maggie Rogers changierend – und dazu dieses Feuer, diese überwältigende Sehnsucht nach Selbstverwirklichung. „I wanna live in ecstasy“, singt Curtis da auf ihrer Debüt-Single „Undone“ (2025) mit der sie im letzten Jahr scheinbar aus dem Nichts in der britischen Musikszene auftaucht und augenblicklich Köpfe verdreht. Für ihren ersten Auftritt bei uns in Hamburg bringt sie nicht nur ihre unbestechliche künstlerische Authentizität mit, sondern auch neues Songmaterial, das sie in dieser Form erstmals hierzulande präsentiert. Nicht verschlafen.

