Portrait jule
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jule

Concert
TimeTBA
LocationTBA
Concert
Indie
DE

Aufstehen, weitermachen, nicht resignieren - auch wenn die Dinge nicht so laufen, wie sie geplant waren. Vom Stürzen und Wiederkommen, von einer aufrichtigen Bestandsaufnahme der Gegenwart aber auch vom ganz sicher unsicheren Gefühl in miesen Zeiten zu leben, handeln die Lieder von jule. Schon mit der ersten EP „Im Regio weinen“ (2024) gelingen jule gefühlvolle Stilminiaturen zwischen Songwriterinnen-Lyrik, Folk und Indie Pop, mit denen wir Einblicke in das Seelenleben bekommen. Dabei pendelt jule zwischen fragiler Intonation und kraftvollen Ausbrüchen ebenso mühelos wie zwischen Melancholie und Euphorie. Es sind diese scheinbaren Gegensätze, die auch dem letztes Jahr veröffentlichten Debütalbum „es ist nie zu spät für frühstück“ (2025) eine thematische wie kompositorische Ehrlichkeit verleihen, der sich in diesen Zeiten kaum noch jemand zu stellen wagt. Denn klar: wenn der Alltag von Überforderung und metaphysischer Obdachlosigkeit geprägt ist, verkommen auch die eloquentesten Durchhalteparolen zu zynischen Phrasen. Es ist jule und der Musik deshalb sehr hoch anzurechnen, dass die Dinge hier beim Namen genannt werden und Hoffnung machen, ohne künstlich zu wirken. Im Gegenteil: hier kommt jemand, mit dem Herz auf der Zunge und der Seele in den Liedern. 

Image: Alexander Schliephake
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