Portrait LUCE
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LUCE

Concert
LocationSpielbude XL
Concert
Pop
DE
Dieser Termin liegt in der Vergangenheit

Der Vergleich ist der Beginn allen Unglücks, hieß es schon vor rund 200 Jahren bei Kierkegaard. Was der dänische Urvater der Existenzialisten wusste, muss die Gen Z heute tagtäglich an Leib und Seele erfahren. LUCE übersetzt den Social-Media-Grind der Gegenwart in melancholische Pop-Hymnen, die sich stilistisch zwischen Lykke Li und Lana Del Rey ausdehnen, laut der Sängerin gleichzeitig aber auch vom Motown-Sound der 60er und Nina Simone inspiriert wurden. Keine Übertreibung, wie sich zeigt. Die Debüt-Single „Ungesund“ (2026) beweist dieses Jahr nämlich, wohin die Newcomerin mit ihrem sonoren Organ künstlerisch gehen will: elektronisch verstärkter, filmreifer Pop, der den YOLO-Lifestyle in den neuen Zwanzigern beschreibt, aber auch ohne Urteil alternative Bewältigungsstrategien jenseits von Kontrollverlust und Perfektionismus verhandelt. Dabei geht es LUCE in ihrer Musik ganz bewusst um eine gewisse Romantisierung des Negativen, um die Schönheit in den schmerzvollen Plot-Twists des Lebens. Nicht zuletzt deshalb vibet ihr Sound mit den Lebensgefühlen einer ganzen Generation, die sich zunehmend mit einer Welt abseits jeder Balance konfrontiert sieht. 

Bildcredit: fioniversace
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