Renny Conti
Geboren und aufgewachsen in der San Francisco Bay Area, nun seit Jahren aber schon in der pulsierenden Untergrund-Szene Brooklyns aktiv, verbindet Renny Conti Einflüsse von der Westküste mit der bittersüßen Poesie der Fly-Over-States. Der sommerlich zurückgelehnte Retro-Vibe kalifornischer Folk-Sänger geht hier Hand in Hand mit dem existenzialistischen Songwriting eines Elliott Smith oder Conor Oberst. Auf dem Debüt „People Floating“ (2018) gestaltete sich diese Verbindung noch tendenziell minimalistisch, roh und ungeschliffen, hatte geradezu autobiografischen Tagebuch-Charakter. Mit dem zweiten Album „Renny Conti“ (2025) findet der Künstler dem Titel entsprechend ganz und gar zu sich, lässt Alt-Country und mehrstimmige Choräle, staubige Riffkaskaden und diverse Produktionskniffe seiner Musik angedeihen. Unter Americana-Feinschmeckern wurde die Platte deshalb nicht umsonst als beeindruckendes Statement eines völlig autonom agierenden Songwriters gefeiert, der das Gegenwartsgefühl der US-amerikanischen Gesellschaft einfängt wie kein Zweiter.

