
YASMYN
Einzigartig ist die Genremixtur, die Yasmyn seit ihrem ersten Album „SlowFall“ (2019) zu ihrem Sound gemacht hat. Irgendwo zwischen Hip-Hop und R&B, Trap und Pop, House und dominikanischen Rhythmen entwirft die Sängerin und Producerin Tracks für den Dancefloor ebenso spielerisch wie für die Airpods im Studio. Der Gesang kommt stets selbstbewusst aber nicht zu aufdringlich daher, mal glasklar, dann wieder mit dezentem Autotune versehen. Entspannte Banger á la „Dance With Me“ (2022) oder „Vaata Mind“ (2024) animieren zum Tanzen, wirken aber trotzdem sommerlich und geradezu verführerisch auf einer greifbaren, körperlichen Ebene. Dass die vielbeschäftigte Künstlerin bei den Estonian Music Awards seit Jahren diverse Nominierungen einstreicht, kann angesichts vorwärts denkender und brillant produzierter Alben wie „ROUND III“ (2023) oder „INTUITION“ (2025) kaum verwundern. Dass sie dieses Jahr zum ersten Mal bei uns ist aber schon. Kein Zweifel: von dieser Alleskönnerin werden wir in Zukunft noch viel mehr hören.

