
TÄRA
Aus ihrem palästinensischen Erbe macht die italienische Sängerin und Songwriterin Tära keinen Hehl. Viel mehr nutzt sie ihre Wurzeln in Tracks wie „Sotto Effetto“ (2024) oder „Ana Bali“ (2025) für eine singuläre Sound-Symbiose, die Orient und Okzident unter körperlichen Beats zu vereinen sucht. Soul und R&B, Reggae und arabische Skalen fließen hier ineinander und ergeben etwas, das die junge Künstlerin selbst mit einem zwinkernden Auge „Arab'n'B“ getauft hat. Selbst wenn das Subgenre nicht etabliert wird, passt der Begriff. Durchtränkt von den Düften des Sommers, kann die Musik von Tära vital und feierlich wie in „Dunya“ (2024) daherkommen, andererseits aber auch elegisch und existenziell klingen wie im anrührenden „You Cannot Erase Us“ (2026). Mit der jüngst veröffentlichten Debüt-EP „Zefiro“ (2026) weist sie sich nun endgültig als Botschafterin zwischen den Kulturen aus, als Künstlerin mit einer eigenwilligen Klangsprache, die Differenzen überwindet und Schönheit im menschlichen Bedürfnis nach Tanz und Ausdruck findet.

