Portrait shame
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shame

Concert
TimeTBA
LocationTBA
Concert
Punk
Alternative
GB

In der Londoner Windmill-Szene sind sie die abgefuckte Opposition, die eine Kneipenschlägerei initiiert, um dann Songs darüber zu schreiben. Begonnen haben sie mit kaputten Instrumenten, teilweise nur von Panzertape zusammengehalten, endlos frustriert vom neoliberalen Niedergang der britischen Gesellschaft und ihrem ewig gestrigen Monarchie-Kult. Doch Shame haben Mittellosigkeit und nackte Wut auf den status quo in eine Ressource umgewandelt, die sie für einige der besten britischen Punk-Alben des laufenden Jahrzehnts nutzen konnten. So sind „Drunk Tank Pink“ (2021) und „Food For Worms“ (2023) in nur wenigen Jahren zu gottverdammten Klassikern avanciert, die roh und passioniert, zugleich aber auch melancholisch und introspektiv die graublaue Gegenwart eines refeudalisierten Staates offenbaren. Dabei interessieren sich shame nicht nur null für Streamingzahlen oder Hypes, sie attackieren aktiv jede Hörgewohnheit, jeden drohenden Komfort und schrauben Post-Punk, Hardcore und Garage Rock zu unverbrauchten, krachenden, subversiven Songs zusammen. Auch mit dem jüngsten Album „Cutthroat“ (2025) fordern sie heraus, überraschen und irritieren, entdecken aber zugleich, dass verspielte catchyness ein Vehikel für die Fortsetzung der Rebellion sein kann.

 

Image: sublation
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