Keychange

Empowering Women In Music


Zeit für Veränderung

Die Musikbranche sieht sich als Ort gelebter Vielfalt. In den Strukturen bildet sich das aber längst nicht ab: Weibliche, trans- und non-binäre Künstler*innen haben weniger Auftrittsmöglichkeiten als Männer, sie verdienen weniger und bekommen schwieriger Jobs in der Musikbranche. Das muss sich ändern! Gleichberechtigung ist ein wesentlicher Schritt auf dem Weg in eine zukunftsfähige Musiklandschaft.

Das wollen wir erreichen

Das Reeperbahn Festival hat gemeinsam mit der PRS Foundation die Initiative Keychange ins Leben gerufen – ursprünglich als Talentförderung für Künstler*innen und Musikmanager*innen. Mittlerweile ist daraus eine Bewegung aus Festivals und Musikorganisationen gewachsen, die sich für Geschlechtergerechtigkeit einsetzen. Das erklärte Ziel von Keychange ist es, eine globale Debatte anzustoßen, die eine nachhaltige Veränderung in der Musiklandschaft nach sich zieht.

Keychange-Pledge: Ausgewogene Geschlechterverhältnisse bis 2022

Gemeinsam mit starken internationalen Partner*innen wie der PRS Foundation, Musikcentrum Sweden, Iceland Airwaves, BIME, der Tallinn Music Week und Mutek hat das Reeperbahn Festival den Keychange-Pledge entwickelt. Für uns heißt das: In 50 Prozent der Acts in Festival und Konferenzprogramm ist mindestens ein Mensch weiblichen, trans- oder non-binären Geschlechts vertreten. Insgesamt machen schon 180 Festivals bei der Aktion mit. Die gesamte Liste gibt es hier: Alle Unterzeichnenden.

Tiefer ins Geschäft: Erweiterung der Keychange-Initiative

Im Juni 2019 hat Keychange einen neuen Meilenstein erreicht: Die Erweiterung der Initiative auf angrenzende Unternehmen und Organisationen mit Musikbezug. Agenturen, Labels, Konservatorien oder Orchester werden so in diese wichtige Veränderung eingebunden. Sie können sich jetzt auch dem Keychange-Pledge anschließen. Bislang machen mehr als 60 Organisationen mit, darunter das Royal Opera House, die English National Opera, das deutsche Label ferryhouse und der Radiosender ByteFM. Hier stehen alle Partner der Keychange Initiative.

„Gleichstellung in der Musikindustrie ist natürlich extrem wichtig – für uns alle. Es ist ein Menschen-Thema, nicht nur ein Frauen-Thema. Es macht die ganze Welt interessanter, weil es einen vollumfänglicheren kreativen Output gibt. Um ehrlich zu sein: Ich glaube, wir haben noch viele Kämpfe vor uns.
Ich möchte einfach ein Teil dieses Wandels sein.”

Kate Nash, Künstlerin und Keychange-Botschafterin, woofmusic

„Ich mag einfach die Idee eine Plattform zu haben, auf der wir unsere Erfahrungen teilen können. Auf einem emotionalen Level, aber auch auf Basis von Zahlen und Fakten. Das brauchen wir, um über die Ungleichheit in der Musikwirtschaft zu sprechen. Wenn wir Zahlen und Fakten haben, wird es
einfacher zu kommunizieren und Menschen dazu zu bringen, drüber
nachzudenken – und mit uns diese Entwicklung voranzubringen, die alle voranbringt.“

Joy Denalane, Künstlerin und Keychange-Botschafterin

„Es geht nicht nur um Frauen, es geht nicht um Männer. Es geht nicht einmal um die Frage, ob wir Frauen oder Männer sind – da gibt’s eine Menge mehr. Es geht darum herauszufinden, was wir wirklich sind, non-binär, und wir selbst zu werden. Es geht um uns alle.“

Peaches, Künstlerin

„Ich glaube eine Sache, die aus dem Keychange-Versprechen folgen kann, ist zu wissen, dass die Diversität des Denkens unglaubliche Kunst kreiert. Und hoffentlich hilft dieser Pledge dabei diese große und wichtige Idee zu fördern.“

Puja Patel, Chefredakteurin, Pitchfork

„Ich unterstütze Keychange gern, weil es eine klare, strukturelle Aufgabe ist, für die wir als Industrie Verantwortung übernehmen müssen. Wenn es ein Ziel gibt, zum Beispiel für Festivals, dann können wir darauf hinarbeiten. Wir können feststellen, wo wir grad stehen – und das nervt, das ist düster –
aber wir können uns verbessern.“

Molly Neumann, Global Head of Business Development, Songtrust

„Ich durfte mit vielen talentierten Künstlerinnen zusammenarbeiten und ich würde gerne mehr junge Frauen sehen, die ermutigt werden, Musik zu ihrer Karriere zu machen. Wäre es nicht großartig für uns alle, in naher Zukunft eine Gleichverteilung zwischen Männern und Frauen auf den Bühnen
und Panels zu erreichen?“

Tony Visconti, Produzent und Musiker

„Ich unterstütze Keychange, weil ich mir mehr Sensibilisierung für Machtstrukturen in der Musikbranche wünsche.“

Salwa Houmsi, Moderatorin und Journalistin, Radio Fritz / Jäger&Sammler

„Keychange ist mir wichtig, weil wir mehr denn je dringend über Feminismus sprechen müssen, egal in welcher Branche. Eine Initiative wie Keychange kann erreichen, dass das Thema in den Fokus gerät und sichtbar gemacht wird.“

Kathrin Weßling, Autorin und Journalistin

„Mehr Raum, mehr Ressourcen, mehr Frauen, mehr Femmes, mehr Non-binaries.“

Leyla Yenirce, Musikerin, Künstlerin und Journalistin

„Ich finde Keychange wirklich spannend und notwendig, um die strukturellen Themen anzugehen, die beeinflussen, dass es in der Musikindustrie keine Gleichberechtigung gibt. Die Welt besteht aus so vielen Frauen – and we have shit to say. Also hört zu!“

Lauren Barri Holstein / The Famous, Künstlerin, The Famous OMG

Keychange 2.0: EU-Kommission fördert vier weitere Programmjahre

Diversität ist ein Gewinn für unsere Kultur – und auch ökonomisch erfolgreicher. Hinter diesen Ideen versammelt sich in der zweiten Phase der Keychange-Initiative ein wachsendes Netzwerk aus engagierten Botschafter*innen und Organisationen. Die EU-Kommission fördert ab September 2019 die Keychange-Initiative für vier weitere Jahre – mit insgesamt 1,4 Millionen Euro. Das Reeperbahn Festival übernimmt in diesem Zug die Leitung der gemeinsamen Anstrengungen. Die Inhalte von Keychange 2.0 wurden im Rahmen des Reeperbahn Festivals 2019 vorgestellt und diskutiert, von Keychange-Botschafterin Kate Nash, Susanne Hollmann von der Europäischen Kommission sowie Alexander Schulz, Mitgründer der Keychange-Initative und Geschäftsführer des Reeperbahn Festivals.

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Starke Partner: Diese Organisationen stehen hinter der Keychange-Initiative

Das Reeperbahn Festival hat gemeinsam mit der britischen PRS Foundation Keychange ins Leben gerufen. Wir leiten die zweite Phase der Initiative in enger Zusammenarbeit mit der Stiftung sowie dem Musikcentrum Öst (Schweden), dem Iceland Airwaves (Island), der Tallinn Music Week / Shiftworks (Estland) und dem BIME Festival (Spanien).

Als neue Partner sind die Ireland Music Week / First Music Contact (Irland), das Oslo World Festival (Norwegen), Linecheck Festival / Innovation Hub (Italien) und SACEM (Frankreich) mit an Bord Festivals, die sich außerdem der Keychange Initiative angeschlossen haben, sind Way Out West (Schweden), Liverpool Sound City (UK), MUTEK und BreakOut West (Kanada).

Die Hauptsponsoren sind Gorwelion Horizons, SOCAN Foundation, SoundCloud, STIM, STEF, IMRO, GEMA, Songtrust, Fundación SGAE, FACTOR, Ableton, Smirnoff Equalising Music und das Roskilde Festival. Keychange wird zudem unterstützt durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.


Partner und Quellen

Quellen Infografiken:
01: The World Bank (2017): Population, female (% of total population): https://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.TOTL.FE.ZS (Stand: 14.8.19)
Smith, Dr. Stacy L. / Choueiti, Marc / Pieper, Dr. Katherine (2019): Inclusion in the Recording Studio. Gender and Race/Ethnicity of Artists, Songwriters & Producers: http://assets.uscannenberg.org/docs/aii-inclusion-recording-studio-2019.pdf (Stand:14.8.19)

02: Keychange-Programm

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