
Sofia and the Antoinettes
Ein gewisser nostalgischer Charme haftet der Musik von Sofia And The Antoinettes an, eine melancholische Ästhetik in sepia. Das ist kein Zufall: Angefangen hat die Londoner Sängerin und Songwriterin mit der Übersetzung von alten Liebesbriefen in Liedtexte, deren Inhalte sie teils autobiografisch, teils abstrakt verarbeitet. Dabei entstanden ebenso fragile wie rührende Herzschmerz-Hymnen wie „Buried (In This Room)“ oder „Matthew“ (2024), mit denen Sofia vor zwei Jahren in der Ost-Londoner Bar Doña eine Residency erheischen kann. Hier bekommen ihre Songs Gelegenheit vor Live-Publikum zu wachsen und zu reifen. Existenzielle Fragen über Verlust und Vergänglichkeit, das Vergessen und Erinnern stecken den thematischen Rahmen der Songs ab. Aus den Zutaten entsteht in leidenschaftlicher Detailarbeit eine nahezu cineastische Form modernen Alt-Pops, der mit kreativer Instrumentierung und einem ausgeprägten Näschen für dramatische Spannungsbögen überzeugt. So konnte sich auch die Debüt-EP „Women Who Love Too Much“ (2025) vergangenes Jahr positiver Kritiken und hunderttausender Streams auf einschlägigen Plattformen erfreuen. Mit neuen Songs wie der jüngsten Single „Vespa“ (2026) kommt Sofia And The Antoinettes dieses Jahr erstmals zu uns nach Hamburg.

