Portrait TR/ST
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TR/ST

Concert
TimeTBA
LocationTBA
Concert
Electronic/Live
Alternative
CA
US

Dunkler und dynamischer könnte sich eine Welle kaum aus den Untiefen zeitgenössischer Popmusik erheben: Als Robert Alfons und Maya Postepski mit dem Debütalbum „TRST“ Anfang 2012 unverhofft die kanadische Musikszene fluten, trauen viele ihren Ohren nicht. Vorbei war doch die Zeit, als Darkwave und Synthpop unter hallenden Vocals ineinanderflossen? Als damit Symbiosen aus Tanzbarkeit, Sehnsucht und melodischer Tiefe geboren wurden? Auch die folgenden Alben „Joyland“ (2014) oder „The Destroyer 1 & 2“ (2019) widerlegen diese Annahme vollumfänglich. Wie ein Nekromant beschwört Alfons seither vornehmlich solo als TR/ST den Geist der Achtziger mit außergewöhnlichem Produktionsgespür, lässt sich von EBM und Industrial inspirieren, klingt zugleich sinnlich, konfrontativ körperlich und doch absolut kinoreif. Als hätten sich Bronski Beat und Dead Or Alive ins Studio von Trent Reznor verirrt, um ein retrofuturistisches Coming-Of-Age-Drama zu vertonen. In der delikaten Balance aus elegischen Synths, Basspuren wie Nebelmaschinen und dem verwundeten Crooning von Alfons ist dieser Sound unbedingt intensiv, ja unmittelbar anrührend, auch wenn er keinen Hehl aus seinen mannigfaltigen Einflüssen macht. Dass er mit dem Album „Performance“ (2024) beim Underground-Kultlabel Dais gelandet ist, spricht da nur für ihn und für die Qualität seiner Produktionen. Dass er dieses Jahr endlich bei uns in Hamburg spielt aber ebenso.

 

Image: TR/ST
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