Vtoroi Ka
Aus dem Herzland Zentralasiens kommen sie auf muskulös groovenden Beats geritten, rappen wie eloquente Benz-Händler und schreiben Songs mit dem Bravado trunkener Zauberer: Vtoroi Ka kommen aus dem kirgisischen Bischkek und revolutionieren gerade nicht nur die Musiklandschaft ihrer Heimat. Zur Gründung findet das Duo schon Mitte der 2010er. Seitdem haben die beiden Schulfreunde von Hip-Hop über 2000er Pop-Rock bis zum Post-Punk Revival und Indie-Alchemie so ziemlich alles in ihren Sound integriert, was sich beim Plattendiggen und Touren als Inspirationsquellen auftat. Alben in russischer Sprache wie „Piggy Ride“ (2024) sind dank ihres lebendigen, vielseitigen Stils und ihrer rauen, aber ausgefeilten Produktion längst kein Geheimtipp mehr in der kirgisischen Underground-Szene. Subversiv und grenzenlos kreativ unterziehen Vtoroi Ka ihren eigenen Sound aber auch immer wieder einer Neuorientierung, experimentieren und explorieren voller Lust auf Neues. Mit der letztes Jahr veröffentlichten EP „Po Gube“ (2025) ebnen sie sich nun den Weg auf die Tanzflure retrofuturistischer Electronica – und schlagen folgerichtig im September auch endlich erstmals beim Reeperbahn Festival auf.

