
Cadet Carter
Den nicht umsonst derzeit wieder gehypten Sound der 90er feiern, ohne zu übertreiben? Kein Spaziergang in Zeiten der großen Streaming-Tanker und ihrer gnadenlosen Verwertungsmechanismen. Doch die bayerischen Cadet Carter bringen den eigenen Sud aus Indie und Emo, College Rock und Pop-Punk mit einer Energie zum Kochen, die jeden negativen Vibe in Sekunden aufzulösen versteht. Bereits das Debütalbum „Cadet Carter“ (2018) schlägt ordentlich ein, sahnt Bestwertungen von Fuze bis Visions ab und ebnet den Weg auf die Festivalbühnen des Landes. Supportshows für Itchy und Touché Amoré, Dave Hause und As December Falls folgen. Alben wie „Anthems For The Weak“ (2022) und „Self Maintenance“ (2024) machen den hymnischen Punk-Entwurf von Cadet Carter zum idealen Anti-Soundtrack der jüngsten Krisenjahre, in denen Hoffnung scheinbar zur Mangelware wird. Doch weder lassen sich die Münchener vom eigenen Weg abbringen, noch werden ungesunde Kompromisse auf Geheiß der Industrie oder Stimmen im Netz akzeptiert. Diese Kombo gibt nichts auf Erwartungshaltungen, dafür aber auf leidenschaftliches Songwriting und eine unbedingte Mentalität des Aufstehens und Weitermachens. Was bleibt auch sonst übrig? Mit Sicherheit ihr Gig bei uns im September. Rot markieren.
