
deary
Den klassischen Shoegaze-Sound transkribieren Rebecca Cockram und Ben Easton mit surrealer Eleganz in die Gegenwart – und ernten dafür seit der ersten EP „deary“ (2023) ausnahmslos begeisterte Kritiken. Ohne sich an den Granden des Genres wie My Bloody Valentine oder Slowdive zu vergehen, schlägt das Duo aus London ein neues Kapitel des Genres auf und verschmilzt hypnotische Drum Loops mit ätherischen Wave-Kaskaden, Trip Hop mit Dream Pop, fragile Vocals mit unverbrauchten Arrangements. Wie in einer lichtdurchfluteten Kathedrale am Ende der Welt raunen die Songs teilweise als Soundwände, teilweise als grazile Kompositionen durchs Ohr und gerinnen zu Erinnerungen, die vielleicht gar nicht die eigenen sind. Dass sie damit all jene abholen, die mit gesenkten Köpfen das Shoegazing in seiner Hochphase erleben durften, ist klar. Doch auch Neulinge des Genres finden mit deary einen Einstieg in Klangwelten, die hier aus der Vogelperspektive erkundet werden können. Das frisch via Bella Union veröffentlichte Debütalbum „Birding“ (2026) kommt da gerade recht für ihre Premiere bei uns in Hamburg.

